zur Navigation springen

Jahresrückblick SH und Hamburg : Das hat uns in SH 2015 bewegt - von April bis Juni

vom
Aus der Onlineredaktion

Streiks erschweren den Alltag. Griechenland droht die Staatspleite. Und der HSV zieht in letzter Minute den Kopf aus der Schlinge.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 00:00 Uhr

3. April: Poststreik

Viele Postkunden im Norden warten vergeblich auf Osterpäckchen und Briefe. Etliche Verteilbezirke im Norden sind von einem bundesweiten Warnstreik der Postboten betroffen, die sich für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und gegen die Ausgliederung von Beschäftigten in Regionalgesellschaften einsetzen. Der Tarifkonflikt endet im Juli mit einem Kompromiss.

4. April: Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz in Sachsen-Anhalt

Blick auf den ausgebrannten Dachstuhl der geplanten Asylunterkunft in Tröglitz: Sechs Monate nach dem Anschlag ist ein Verdächtiger gefasst.
Blick auf den ausgebrannten Dachstuhl der geplanten Asylunterkunft in Tröglitz: Sechs Monate nach dem Anschlag ist ein Verdächtiger gefasst. Foto: Jan Woitas

Die Tat sorgt bundesweit für Aufsehen: In Tröglitz wird ein für 40 Asylbewerber vorgesehenes Mehrfamilienhaus angezündet. Es ist zunächst unbewohnbar. Die Polizei geht bereits kurz nach der Tat von einem politisch motivierten Hintergrund aus und setzte die 16-köpfige Ermittlergruppe „Kanister“ ein. Die Sicherheitsbehörden lobten für Hinweise auf den oder die Täter eine Belohnung von 20.000 Euro aus. Der Anschlag gibt einen Vorgeschmack auf eine ganze Reihe von rechten Straftaten gegen Unterkunftseinrichtungen für Flüchtlinge im Laufe des Jahres. Sechs Monate nach dem Anschlag in Tröglitz wird im Oktober ein Verdächtiger festgenommen.. 

7. April: Urteil im Lauenroth-Prozess

Mit Bibel, Grundgesetz und Fotos seiner Hunde saß Olaf Lauenroth (links) auf der Anklagebank neben seinem Anwalt.
Mit Bibel, Grundgesetz und Fotos seiner Hunde saß Olaf Lauenroth (links) auf der Anklagebank neben seinem Anwalt. Foto: dpa
 

Der Steuerberater Olaf Lauenroth aus Fockbek, der im vorigen Jahr einen Finanzbeamten in dessen Büro erschoss, wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Landgericht Kiel sieht es als erwiesen an, dass der Mann einen Abteilungsleiter der Finanzbehörde mit mehreren Schüssen niedergestreckt hatte. Ein Gutachter erklärt den 55-Jährigen, der sich zur Urteilsverkündung aus dem Rollstuhl erhebt, für voll schuldfähig. Der Mann fühlte sich vom Finanzamt schikaniert. Er lag jahrelang mit den Finanzbehörden im Streit.

7. April: Schwerer Unfall in St. Peter-Ording - 77-Jährige fährt in Menschenmenge

Der Unfall ereignete sich mitten in der Innenstadt.
Der Unfall ereignete sich mitten in der Innenstadt. Foto: Benjamin Nolte

Im Nordseebad St. Peter-Ording werden fünf Menschen zum Teil schwer verletzt. Eine 77 Jahre alte Frau fährt aus ungeklärter Ursache mit ihrem Auto in eine Gruppe Menschen, die vor einem Laden in der Innenstadt steht. Die Fahrerin verliert beim Abbiegen die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie fährt auf dem Gehsteig weiter, streift dabei ein geparktes Auto und knickt ein Verkehrsschild um, bevor sie in die Fußgängergruppe fährt. Unter den Verletzten sind auch zwei Kinder. 

13. April: Kiel will Olympischen Segelwettbewerb

Kommen die Olympischen Spiele nach Hamburg, wird vor Kiel gesegelt. Die Wettbewerbe auf dem Wasser werden im Rahmen der Hamburger Bewerbung um Sommerspiele 2024 in der Kieler Förde eingeplant. Dies entscheidet eine Kommission unter Leitung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

13. April: Trauer um Günter Grass

<p>Am 13. April 2015 verstarb Günther Grass in Lübeck.</p>

Am 13. April 2015 verstarb Günther Grass in Lübeck.

Foto: dpa
 

Günter Grass, Nobelpreisträger und einer der weltweit bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart, stirbt im Alter von 87 Jahren in einer Klinik im Kreis seiner Familie. Politik und Kultur würdigen den Autor des in 55 Sprachen übersetzten Romans „Die Blechtrommel“ als literarische Instanz und streitbaren politischen Mahner. Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck heben sein Wirken hervor. Einen Monat nach seinem Tod gedenken 900 Gäste aus Kultur, Politik und Gesellschaft des Schriftstellers.

15. April: Olaf Scholz (SPD) bleibt Bürgermeister der Hansestadt.

Wiedergewählt: Olaf Scholz bleibt Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.
Wiedergewählt: Olaf Scholz bleibt Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Foto: Bodo Marks

Auf den Tag zwei Monate nach der Bürgerschaftswahl bestätigt die Bürgerschaft Scholz mit großer Mehrheit als Regierungschef einer rot-grünen Koalition. Der 56 Jahre alte SPD-Politiker erhält im ersten Wahlgang 75 von 120 Stimmen, das sind drei mehr, als Rot-Grün zusammen hat. 44 Abgeordnete stimmen gegen ihn, einer enthält sich. Erstmals beträgt die Legislaturperiode fünf Jahre. Im Anschluss bestätigten die Parlamentarier auch die Senatsmannschaft des Bürgermeisters. 73 der 120 Abgeordneten stimmten für die von Scholz vorgelegte Liste. Die Sozialdemokraten stellen acht, die Grünen drei Senatoren.

14. April: G7-Außenminister treffen sich in Lübeck

Die Minister bereiten den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe im Sommer vor. Das von einem Großaufgebot der Polizei begleitete zweitägige Treffen der G7-Außenminister in Lübeck geht ohne Störungen zu Ende. Befürchtete Krawalle blieben aus. 3500 Polizisten waren im Einsatz. Nach einer Demonstration hatten einige Gruppen versucht, einen Empfang im Rathaus zu stören. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wird nach Behördenangaben ein Demonstrant leicht verletzt. Das Bündnis „Stop G7“ spricht von 20 Verletzten. Die Polizei nimmt vorläufig 16 Personen fest und 11 in Gewahrsam.

25. April: Schweres Erdbeben in Nepal

Nur noch ein Trümmerhaufen ist vom Hindutempel von Machchhindranath in Bungmati, Nepal, übrig geblieben.
Nur noch ein Trümmerhaufen ist vom Hindutempel von Machchhindranath in Bungmati, Nepal, übrig geblieben. Foto: Subel Bhandari

Kurz vor 12 Uhr Ortszeit bebt in Nepal die Erde. Die Erschütterungen sind auch in Indien, China, Pakistan und Bangladesch spürbar, denn das Beben hat eine Stärke von 7,8. Das Epizentrum liegt rund 80 Kilometer von Nepals Hauptstadt Kathmandu entfernt. Dort und in der Umgebung gibt es schwere Schäden. Nach offiziellen Zahlen verlieren fast 9000 Menschen ihr Leben. Das Beben gilt als tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals. In Deutschland ist die Anteilnahme groß. Mehrere Hilfsorganisationen entsenden Helfer ins Krisengebiet. Der Wiederaufbau kommt aber trotz Milliardenhilfen nur schleppend voran.

30. April: Der Windpark Dan Tysk rund 70 Kilometer westlich von Sylt geht offiziell ans Netz.

An dem Festakt in Hamburg nehmen unter anderem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und sein schwedischer Amtskollege Mikael Damberg teil. Die 80 Siemens-Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 288 Megawatt können rechnerisch bis zu 400.000 Haushalte mit Strom versorgen. Dan Tysk ist der erste von mehreren großen Windparks, die im Laufe des Jahres ans Netz gehen.

5. Mai: Streik der Lokführer trifft Schleswig-Holstein und Hamburg

Der Norden steht. Entweder auf dem Bahnhof oder im Stau. An einem bundesweiten Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL beteiligen sich rund 600 Lokführer aus dem Norden. Zahlreiche Züge fallen aus, viele Pendler müssen auf Busse und das Auto umsteigen. Die Streiks wiederholen sich noch mehrfach. Nach einem Jahr des Konflikts unterschreiben Bahn und GDL Anfang Juli insgesamt 16 Tarifverträge.

5. Mai: Ein Toter bei Unwetter in Hamburg

Bei einem schweren Unwetter wird ein 26-Jähriger am Hamburger Fischmarkt durch ein einstürzendes Vordach getötet. Die schwangere Lebensgefährtin des Opfers kommt verletzt in ein Krankenhaus. Am folgenden Tag bringt die 25-Jährige einen gesunden Jungen zur Welt. In Mecklenburg-Vorpommern wird die Kleinstadt Bützow von einem Tornado verwüstet.

8. Mai: Streiks an Kitas bringt Eltern zur Verzweiflung

Seit dem 8. Mai streiken die Erzieherinnen an kommunalen Kitas für mehr Lohn und Anerkennung. Verdi und GEW fordern für die bundesweit 240.000 Beschäftigten eine bessere Eingruppierung - im Schnitt geht es um zwölf  Prozent mehr Lohn und Gehalt. In Hamburg sind rund 25.000 Kinder und ihre Eltern betroffen.

10. Mai: SG Flensburg-Handewitt holt DHB-Pokal

Die SG Flensburg-Handewitt gewinnt zum vierten Mal den DHB-Pokal. Die Mannschaft des Welthandball-Trainers Ljubomir Vranjes besiegte beim Final-Four-Turnier in der Hansestadt den SC Magdeburg im Finale mit 5:4 im Siebenmeterwerfen. Nach regulärer Spielzeit hatte es vor 13.300 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Arena 24:24, nach Verlängerung 27:27 gestanden. Flensburg hatte zuvor von 2003 bis 2005 dreimal nacheinander den Cup gewonnen, der SC Magdeburg verpasste seinen ersten DHB-Pokalsieg seit 1996.

19. Mai: Herzlicher Empfang für dänisches Kronprinzenpaar

Das dänische Kronprinzenpaar Frederik und Mary in der Holsten-Brauerei in Hamburg.
Das dänische Kronprinzenpaar Frederik und Mary in der Holsten-Brauerei in Hamburg. Foto: Axel Heimken/dpa
 

Das dänische Kronprinzenpaar Frederik und Mary besucht Hamburg - Hunderte Hanseaten bereiten einen herzlichen Empfang. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) begrüßt die Gäste im Rathaus. Die royalen Fans vor dem Rathaus schwenken Fähnchen und überreichen Kronprinzessin Mary Blumensträuße. Der Thronfolger und seine Frau wollen dänische Lebensart nach Deutschland bringen und die Wirtschaftsbeziehungen vertiefen.

20. Mai: Spektakuläre Festnahme nach Drogenfund auf Sylt

„Es war alles wie im Krimi“ - so eine Augenzeugin der Festnahmen auf Sylt.
„Es war alles wie im Krimi“ - so eine Augenzeugin der Festnahmen auf Sylt. Foto: Privat
 

Großer Drogenfund auf Sylt: Die Polizei findet in einer Westerländer Wohnung neben vier Kilogramm Marihuana und 250 Gramm Amphetamin auch mehr als zwei Kilogramm Kokain. Spezialeinheiten der Polizei nehmen auf offener Straße Verdächtige fest. „Es war wie im Krimi“, berichten Augenzeugen.

23. Mai: Deutschlands ESC-Party steigt auf der Hamburger Reeperbahn

Während beim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien 27 Sänger im Finale um den Sieg kämpfen, wird in Hamburg wieder Deutschlands offizielle ESC-Party gefeiert. Doch Enttäuschung macht sich breit: Die deutsche Teilnehmerin Ann Sophie erhält null Punkte und wird Letzte. Tausende Zuschauer auf der Reeperbahn fühlen mit. Die Sängerin selbst beweist Humor und veröffentlicht auf ihrer Facebook-Seite ein Video, bei dem sie mit Background-Sängerinnen den schwedischen Siegersong „Heroes“ nachmacht. Jedoch singt sie nicht wie Måns Zelmerlöw die Zeile „We are the Heroes of our Time“, sondern „We are the Zeroes of our Time“. Es ist das erste Mal seit 50 Jahren, dass Deutschland nirgends Punkte holt.

22. Mai: Iren entscheiden sich für Gleichstellung der Homo-Ehe

Zwei Frauen feiern das klare Votum der Iren für die Gleichstellung von Ehen homosexueller Paare.
Zwei Frauen feiern das klare Votum der Iren für die Gleichstellung von Ehen homosexueller Paare. Foto: Aidan Crawley

Das erzkatholische Irland schreibt mit einem Referendum zur Zulassung der Ehe homosexueller Paare Geschichte. Als erstes Land führt die kleine Republik im Nordwesten Europas die Neuerung per Volksentscheid ein. „Eine kleine Revolution“, nennt der schwule Gesundheitsminister Leo Varadkar den Ausgang des Referendums. Verlierer der Volksabstimmung ist die katholische Kirche. Sie hatte für eine Ablehnung geworben.

27. Mai: Merkel bei Eröffnung des Hansemuseums in Lübeck

Im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel öffnet das Europäische Hansemuseum. Die Hanse habe die europäische Geschichte maßgebend mitbestimmt und könne auch Vorbild für die EU sein, sagt Merkel vor 500 Gästen aus dem In- und Ausland. Das nach dreijähriger Bauzeit vollendete Museum zeigt die Entwicklung der Hanse zur wirtschaftlichen und politischen Macht, die bis ins 17. Jahrhundert den Fernhandel in Nordeuropa beherrscht hat. Die Baukosten von 50 Millionen Euro trug größtenteils die Lübecker Possehl-Stiftung.

1. Juni: Der Hamburger SV bleibt erstklassig

Nach dem 1:1 im Hinspiel der Relegation lagen die Norddeutschen beim Zweitligisten Karlsruher SC bis zur 90. Minute hinten, ehe der Chilene Marcelo Diaz mit seinem ersten Pflichtspieltor für den HSV das Liga-Gründungsmitglied noch in die Verlängerung rettete. In der 115. Minute zerstörte der eingewechselte Nicolai Müller mit dem 2:1 die Erstliga-Träume des KSC. Im Sommer 2013 hatten sich die Hanseaten ebenfalls knapp in der Relegation gegen die SpVgg. Greuther Fürth (0:1/1:1) durchgesetzt.

2. Juni: Joseph Blatter kündigt seinen Rücktritt als Chef des Fußballweltverbandes FIFA an.

<p>Joseph Blatter verlässt seinen FIFA-Thron.</p>

Joseph Blatter verlässt seinen FIFA-Thron.

Foto: dpa

Am Ende ist der Druck zu groß: Obwohl Joseph Blatter erst Ende Mai wieder auf den Chefposten der FIFA gewählt wurde, kündigt er wenige Tage später seinen Rückzug an. Als Auslöser vermuten Beobachter drohende Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI gegen FIFA-Funktionäre. Blatter selbst begründet seinen Rücktritt damit, dass er Schaden von der FIFA abhalten wolle, für die er 40 Jahre lang tätig war. Im Laufe des Jahres zeigt sich, dass der Rückzug dann doch nicht so schnell geht, wie zunächst erwartet. Ende Dezember ist Blatter immer noch im Amt. 

5: Juni: THW Kiel zum 20. Mal deutscher Handball-Meister

Die Mannschaft feiert ausgelassen den Titelgewinn in eigener Halle.
Die Mannschaft feiert ausgelassen den Titelgewinn in eigener Halle. Foto: dpa
 

Der THW Kiel feiert zum 20. Mal den Gewinn der deutschen Handball-Meisterschaft. Zum Abschluss einer außergewöhnlich spannenden Bundesliga-Saison gewann der Titelverteidiger und Rekordchampion am letzten Spieltag in eigener Halle 33:29 gegen den TBV Lemgo und bekam anschließend die Meisterschale überreicht. Verfolger Rhein-Neckar Löwen musste wie 2013 trotz eines 32:27 beim Vierten SC Magdeburg mit Rang zwei vorliebnehmen. Dritte wurde die SG Flensburg-Handewitt nach dem 32:29 bei EHF-Pokalsieger Füchse Berlin.

6. Juni: „Adieu“ - Trauer um Pierre Brice

Im Alter von 86 Jahren stirbt der Schauspieler in einem Pariser Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung. In Schleswig-Holstein erinnert man sich an ihn vor allem als Winnetou. Für Pierre Brice war der Indianerhäuptling aus der Feder von Karl May die Rolle seines Lebens. Vier Sommer lang war er auch der Winnetou am Kalkberg: Die Karl-May-Spiele von Bad Segeberg verabschieden sich zum Auftakt in ihre neue Spielzeit mit einem letzten Applaus von dem gestorbenen Schauspieler. Minutenlang spenden ihm die Zuschauer in dem Freilichttheater noch einmal Beifall. Von 1988 an war Brice vier Spielzeiten lang ihr Winnetou, 1999 kehrte er für eine Saison als Regisseur zurück.

21. Juni: Weltwirtschaftspreis für Michail Gorbatschow

Michail Gorbatschow wird während der Kieler Woche mit dem Weltwirtschaftspreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er kann aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst nach Kiel kommen. Sein engster Berater Alexander Lichotal nimmt die Auszeichnung für den früheren sowjetischen Staatschef (83) während einer Feier entgegen. Gorbatschows politische Visionen prägen die Verleihungsfeier im Rathaus. Bei seiner Rede warnt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) vor der „Furie des Krieges“ in Europa. Ausgezeichnet werden auch der Vorstandsvorsitzende von General Electric und US-Präsidentenberater Jeffrey Immelt (59), das im Umweltschutz aktive US-Unternehmerpaar Kristine (64) und Douglas Tompkins (71) sowie der zyprisch-britische Wirtschaftsnobelpreisträger Sir Christopher A. Pissarides (67).

25. Juni: Griechenland bricht Verhandlungen mit EU ab und setzt Referendum an

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras.
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras. Foto: Andrea Bonetti
 

Festgefahrene Fronten in der Euro-Krise: Während am 30. Juni ein Hilfsprogramm ausläuft und die Finanzminister eine Verlängerung an Zugeständnisse aus Athen knüpfen, ist die Regierung von Premier Alexis Tsipras dazu nicht bereit. Sie will die Bevölkerung am 5. Juli über eine Fortsetzung der Sparpolitik in einem Referendum abstimmen lassen. Beobachter erwarten eine Staatspleite, wenn die EU den Geldhahn für Griechenland zu dreht.

28. Juni: Kieler Woche endet mit Feuerwerk und Windjammer-Parade

Sie ist das größte Segelevent und das größte Volksfest in Norddeutschland: Die KiWo lockt auch 2015 Millionen Menschen an die Kieler Förde. Auf den Live-Bühnen stehen Stars wie Milo und Anastacia, und vor Schilksee wird gesegelt. Der zweite Sonnabend der KiWo gehört wie immer den Großseglern. Die Gorch Fock führt die Windjammer-Parade an und wird unter anderem vom Luxus-Segler „Sea Cloud II“ begleitet. Der sh:z begleitet die Kieler Woche mit einer crossmedialen Redaktion, die unter anderem in einem Live-Ticker über die Events berichtete.

Den Jahresrückblick 2015 von Januar bis März finden Sie hier. Juli bis September und Oktober und Dezember folgen Dienstag und Mittwoch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen