EHEC : Darmvirus mutiert zur Gefahr für den Tourismus

Die IHK befürchtet Einnahmeausfälle in der Tourismusbranche wegen der zunehmenden Anzahl an EHEC-Infektionen.

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04. Juni 2011, 10:56 Uhr

Kiel | "Wird die Ursache nicht bald gefunden, entwickeln sich die EHEC-Erkrankungen zum Gefahrenpotenzial für die Tourismuswirtschaft", sagt Dirk Nicolaisen, federführend für den Tourismus in der IHK Schleswig-Holstein. Wenn während der Fernsehnachrichten ein an dem Darmvirus Erkrankter im Krankenhaus sagt, er habe vorher in einem Restaurant in Lübeck gegessen, so sei das negative Werbung für das Urlaubsland Schleswig-Holstein, betont Nicolaisen. Durch EHEC begründete Stornierungen seien ihm aus dem Land noch nicht bekannt. Der Gastronomiebereich müsse eher mit Einbußen rechnen als die Beherbergungsbetriebe. "Schon nach dem langen Wochenende wissen wir mehr", sagt Nicolaisen.

Der Dehoga-Landesverband hat auf die EHEC-Erkrankungen mit einem Empfehlungsschreiben an seine Betriebe reagiert. Gurken, Tomaten und Blattsalate sollen demnach nur noch auf ausdrücklichen Wunsch der Gäste serviert werden. Zudem soll Gemüse nicht mehr bissfest, sondern nur noch butterzart gegart werden. Nach der Arbeit mit Gemüse sollten die Hände desinfiziert, Gemüseabfälle sofort aus dem Küchenbereich entfernt werden.
(wer, shz)

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