Flensburg : Dänischer Schulverein sieht Zukunft positiv

Der Dänische Schulverein ist zufrieden mit Rücknahme der Kürzungen der Zuschüsse für die dänischen Schulen und freut sich über wachsenden Zuspruch: Der Vorsitzende des Dänischen Schulvereins, Per Gildberg. Foto: dpa
Der Dänische Schulverein ist zufrieden mit Rücknahme der Kürzungen der Zuschüsse für die dänischen Schulen und freut sich über wachsenden Zuspruch: Der Vorsitzende des Dänischen Schulvereins, Per Gildberg. Foto: dpa

Die von dänischen Schulen als ungerecht empfundenen Kürzungen sind seit der Landtagswahl vom Tisch. Der Schulverein zeigt sich zufrieden und freut sich über wachsenden Zuspruch bei Eltern.

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25. Dezember 2012, 09:55 Uhr

Flensburg | Am Ende eines bewegten Jahres für den Dänischen Schulverein in Südschleswig sieht der Vorsitzende Per Gildberg positiv in die Zukunft. "Wir sind zufrieden. Auch wenn es nie genug Geld geben wird im Bildungswesen." Schon seit 2010 kämpfte der Verein für eine Rücknahme der Kürzungen für dänische Schulen durch die damalige schwarz-gelbe Landesregierung. Im April, kurz vor der Landtagswahl, demonstrierten in Flensburg mehr als 10.000 Menschen für die Rücknahme der Einsparungen, nach der Wahl versprach die neue Regierung eben das.
"Für mich war es ein Riesenerlebnis", sagt Gildberg im Rückblick, "ein positives Erlebnis, dass es möglich war, so viel Unterstützung zu gewinnen". Dass gespart werden sollte, kann Gildberg grundsätzlich verstehen. Auch die dänischen Schulen wollten mitsparen - dies müssten aber alle Schulen tun. "Wir haben ja kein alternatives System", ergänzt Gildbergs Stellvertreter Udo Jessen.

"Die kleinen Schulen sind die teuersten"

Der Gemeinsame Rat für die dänische Minderheit hat sich vor der Wahl für einen Regierungswechsel ausgesprochen - "das hat es noch nie gegeben". Nicht nur die Minderheit ging weiter als je zuvor, auch ihre Partei, der SSW. Nach der Wahl ist sie in der Regierung - und die versprach, die Kürzungen zurückzunehmen. "Das muss erst durchs Parlament", gibt sich Gildberg zurückhaltend. Aber auch wenn die Gelder für alle weniger würden: "Wir werden über eine geringere Summe nicht meckern. Wir haben einen Riesenschritt gemacht. Das Land ist sehr bemüht, Vertrauen wieder herzustellen", sagt Jessen. Schließlich sei die finanzielle Unterstützung unerlässlich - die auch aus Dänemark kommt. Diese könne aber Kürzungen auf deutscher Seite nicht kompensieren. Außerdem: "Dänische Schulen sind auch Kulturzentren. Und die kleinen Schulen sind die teuersten." Insgesamt seien die Schülerzahlen trotz demografischen Wandels sehr stabil.
2010 lagen sie bei etwa 5600, in den Kindergärten stieg sie von 2000 bis 2010 von etwa 1800 auf 2200 Kinder. Der Schulverein ist nach eigenen Angaben derzeit für 55 Kindergärten und 46 Schulen in Südschleswig verantwortlich."Es fühlen sich mehr Eltern der Minderheit zugehörig als früher", erklärt Jessen die konstanten Zahlen. "Wir führen ausführliche Gespräche vor dem Kindergartenbesuch und sagen ganz klar, was das bedeutet. Wir sind eine Bekenntnisschule." Die Pläne des neuen Flensburger Uni-Präsidenten Werner Reinhart, beim Studium noch intensiver mit Dänemark zu kooperieren, begrüßt Gildberg. "Wir unterstützen ja schon das Institut für Minderheitenpädagogik an der Universität Syddanmark. Hier wohnen Leute beiderseits der Grenze, die seit Jahrhunderten kooperieren."

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