Hamburg und SH : Bundesweites Ranking: Der Norden hat Depressionen

Depressionen treten in Norddeutschland häufiger auf.
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Depressionen treten in Norddeutschland häufiger auf.

In Hamburg und Schleswig-Holstein fehlen die Arbeitnehmer am häufigsten wegen Depressionen. shz.de zeigt die Bundesländer im Vergleich.

shz.de von
25. November 2014, 17:59 Uhr

Hamburg | In Hamburg leiden 34,7 Prozent der Erwerbstätigen an einer psychischen Störung. Damit liegt die Hansestadt deutlich über dem Bundesschnitt von 30 Prozent auf Platz 1 in der Länderwertung. Laut dem Gesundheitsreport 2014 der Barmer GEK, der heute veröffentlich wurde, wurde im Jahr 2012 bei 13,26 Prozent der Hanseaten eine Depression diagnostiziert. Hinter Hamburg folgen Berlin (12,5 Prozent) und Baden-Württemberg (12,0 Prozent). Schleswig-Holstein liegt mit 11,1 Prozent im Mittelfeld.

Nach der Hansestadt ist Schleswig-Holstein laut dem Report bundesweit Spitze bei den krankheitsbedingten Fehltagen wegen Depressionen. Es handelt sich dabei ausgerechnet um die Bundesländer, die im „Glückatlas 2014“ die ersten beiden Plätze belegen. Bei den Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen belegt Glücksatlas-Spitzenreiter Schleswig-Holstein hinter der Hansestadt auf dem zweiten Platz. Im nördlichsten Bundesland mussten die Arbeitnehmer 1,84 Tage wegen Depressionen passen. Statistisch waren Arbeitnehmer in Hamburg sogar 2,37 Tage wegen einer Depression außer Gefecht. Auf Platz drei folgt Nordrhein-Westfalen (1,68 Tage). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1,46.

Das Göttinger Institut AQUA hatte für den Gesundheitsreport die Daten von 3,5 Millionen Erwerbstätigen analysiert. Betroffen von Depressionen sind demnach vor allem Arbeitslose (20,7 Prozent) und Menschen in sozialen Berufen (13,2 Prozent).

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