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Verträge mit der Bahn : Bundesweiter Betrugsverdacht - Durchsuchungen in Lübeck

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Deutschlandweite Durchsuchung: Die Bundespolizei hat Firmen im Visier, die Sicherungsarbeiten für die Bahn übernehmen. Auch in SH waren Ermittler im Einsatz.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 09:03 Uhr

Kiel/Stuttgart | Wegen Betrugverdachts hat die Bundespolizei am Dienstag bundesweit mehrere Firmen durchsucht, die Sicherungsarbeiten für die Deutsche Bahn übernehmen. In Schleswig-Holstein war eine Firma in Lübeck betroffen. 25 Beamte hätten mehrere Kartons mit Akten sowie Daten von Firmencomputern sichergestellt, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kiel.

Zeitgleich wurden auch elf weitere Standorte in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Die Vorwürfe richteten sich gegen ein Firmengeflecht, gegen das die Bundespolizeidirektion Stuttgart im Auftrag der Karlsruher Staatsanwaltschaft seit August 2013 ermittelt. Der Hauptbeschuldigte soll nach Angaben der Bundespolizei die Deutsche Bahn seit Jahren in erheblichem Umfang durch überhöhte Rechnungen und falsche Abrechnungen geschädigt haben. „Er soll mehr Leistungen in Rechnung gestellt haben, als erbracht wurden“, sagte ein ein Sprecher der Bundespolizei. Eine Summe nannte er nicht. „Das ist aber keine Kleinigkeit“, sagte er. Bei den Arbeiten gehe es unter anderem um die Sicherung von Baustellen.

Auslöser der Ermittlungen war nach Angaben der Behörden ein anonymer Hinweis an die Deutsche Bahn. Ziel der Aktionen am Dienstag mit 300 Beamten sei die Sicherung von Beweismitteln gewesen, sagte der Bundespolizeisprecher. Um Festnahmen sei es nicht gegangen. Von der Durchsuchung waren den Angaben zufolge vier Objekte in Baden-Württemberg und zwei in Thüringen betroffen. In den anderen genannten Bundesländern war jeweils ein ein Firmensitz betroffen.

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