Sylt : Bundesamt: Greenpeace-Aktion ist illegal

Die Greenpeace-Aktion in der Nordsee vor Sylt hält das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie für illegal.

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13. August 2008, 06:00 Uhr

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat Greenpeace aufgefordert, das Versenken von Felsblöcken in der Nordsee westlich von Sylt zu stoppen. Die Aktion sei illegal, teilte das BSH mit. Die Bundespolizei habe die Schiffsführung der "Beluga II" am Dienstag informiert, dass das Versenken von Steinen gesetzlich verboten sei, sagte Nico Nolte vom BSH. Dort gilt das sogenannte Hohe-See-Einbringungsgesetz.
Greenpeace verteidigte die Aktion, da die Bundesregierung bislang keine Maßnahmen zum Schutz des Sylter Außenriffs ergriffen habe, obwohl die Region ein anerkanntes Schutzgebiet sei, sagte Greenpeace-Sprecherin Iris Menn. "Gemäß unserem Motto: Taten statt Warten haben wir jetzt die Initiative ergriffen, um die Artenvielfalt zu erhalten und den Fischbeständen eine Chance zur Erholung zu geben."
Greenpeace hat am Dienstag damit begonnen, in der Nordsee rund 70 Kilometer von der Küste entfernt tausend Felsblöcke zu versenken. Die rund geschliffenen Findlinge und kantigen Felsbrocken sind aus Granit, Basalt oder Gneis - einem Material, dass auch normalerweise auf dem Meeresboden des Sylter Außenriffs gefunden wird. Sie sind bis zu einem Kubikmeter groß und drei Tonnen schwer und sollen die Fischerei sowie den Sand- und Kiesabbau im Bereich des Sylter Außenriffs verhindern.

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