Hallig Hooge : Bürgermeister bewirbt sich bei Steinbrück

Hallig Hooges Bürgermeister Matthias Piepgras. Foto: Staudt
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Hallig Hooges Bürgermeister Matthias Piepgras. Foto: Staudt

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück will sich bei der Zusammenstellung seines Schattenkabinetts nicht von regionalen Gesichtspunkten beeinflussen lassen.

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06. Juni 2013, 10:23 Uhr

Hallig Hooge | Von der Absage erfuhr Matthias Piepgras aus der Presse. Auf der Internet-Seite der "Döbelner Allgemeinen Zeitung" konnte der Bürgermeister von Hooge am Wochenende lesen, dass der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für sein Kompetenzteam nicht auf einen Kandidaten von der Hallig zurückgreifen wird. Demnach habe Steinbrück gesagt, dass regionale Gesichtspunkte bei der Auswahl seiner Experten keine Rolle spielen. "Wenn ihn jemand frage, ob nicht auch von der Hallig Hooge jemand dabei sei, müsse er sagen: Nein, tut mir leid. Hallig Hooge kommt nicht vor.", schreibt die sächsische Lokalzeitung.
Diese Aussage, so Bürgermeister Piepgras, habe ihn dann doch etwas enttäuscht: "Ich war mir sicher, dass einer von uns zu Steinbrücks Kompetenzteam gehören würde", teilte er jetzt in einer Pressemitteilung mit. Genauer gesagt: "Er hätte ja mich nehmen können", findet der SPD-Mann ohne übertriebene Bescheidenheit gegenüber dem sh:z.

"Wir leben in einem Mikrokosmos"

Fachmann werde man auf der Hallig eigentlich für alles, so Piepgras. "Wir leben in einem Mikrokosmos, setzen uns intensiv mit allen Themen auseinander, mit denen es auch ein deutscher Bundeskanzler zu tun bekommt: Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, wirtschaftliche und demographische Entwicklungen, die Rolle von Landwirtschaft und Naturschutz, die Nutzung erneuerbarer Energien."
Sollte Peer Steinbrück trotz dieser Argumente weiter auf eine Berufung eines Halligbewohners in sein Kompetenzteam verzichten, hat Piepgras noch einen Vorschlag für seinen Parteifreund, quasi als Wiedergutmachung: Dann könne Steinbrück zumindest seine erste Dienstreise als neu gewählter Bundeskanzler nach Hallig Hooge machen, so der Bürgermeister, inklusive Übernachtung im Königspesel. Die Frage, ob Steinbrück das Angebot in Erwägung zieht, ließ dessen Büro in Berlin am Dienstag unbeantwortet.

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