Verdi : Brokdorfs AKW-Bewacher streiken

Rund 30 Wachleute und Mitglieder der Gewerkschaft Verdi legten am Mittwoch für zwei Stunden ihre Arbeit nieder. Foto: dpa
Rund 30 Wachleute und Mitglieder der Gewerkschaft Verdi legten am Mittwoch für zwei Stunden ihre Arbeit nieder. Foto: dpa

Sie wollen einen bundesweit einheitlichen Sozialvertrag für alle AKW erreichen: Die Wachmitarbeiter des Kernkraftwerkes Brokdorf haben am Mittwoch einen Warnstreik abgehalten.

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31. Mai 2012, 09:32 Uhr

Brokdorf | Mehr als 30 Wachleute legten für zwei Stunden ihre Arbeit nieder, sagte Dieter Altmann von der Gewerkschaft Verdi in Kiel. Mit ihrer Aktion wollen sie einen bundesweit einheitlichen Sozialvertrag für alle 21 AKW erreichen.
Brokdorf war erst am Vortag nach dem Austausch defekter Niederhaltefedern an Brennelementen und einer Revision wieder in Betrieb genommen worden. Da im Zuge des von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstiegs nicht mehr so viele Wachmänner benötigt werden wie im normalen Betrieb, kämpfen sie für eine Altersteilzeit, eine Umschulung sowie um einen Ausgleich für wirtschaftliche Nachteile bei drohenden Jobverlust, sagte Altmann.
"Die behördlichen Auflagen zur Mindestbesetzung wurden erfüllt"
Auf Grund einer Notdienstvereinbarung zwischen Verdi und dem Wachunternehmen blieben die Eingänge des Kraftwerks während der zweistündigen Aktion geschlossen und bewacht: "Die behördlichen Auflagen zur Mindestbesetzung wurden erfüllt", sagte Altmann.
Gleichzeitig drohte der Gewerkschaftler mit weiteren Streiks. Die Kernkraftwerke würden dann ohne eine Notdienstvereinbarung laufen, sagte er: "Dann müssen notfalls Kraftwerke abgeschaltet werden, denn die Betriebsgenehmigung schreibt bestimmte Aufgaben für den Wachschutz vor."

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