Skipper gerettet : Brand auf Segelyacht vor Heiligenhafen

Der Seenotkreuzer 'Vormann Jantzen' nimmt die havarierte Segelyacht in Schlepp. Mit dem Schlauchboot setzten die Beamten der Wasserschutzpolizei Heiligenhafen über.
Der Seenotkreuzer "Vormann Jantzen" nimmt die havarierte Segelyacht in Schlepp. Mit dem Schlauchboot setzten die Beamten der Wasserschutzpolizei Heiligenhafen über.

Eine Segelyacht ist am Sonntag auf der Ostsee vor Heiligenhafen in Brand geraten. An Bord war nur ein Mann, den die Wasserschutzpolizei rettete.

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16. April 2013, 09:10 Uhr

Heiligenhafen | Das Feuer auf der deutschen Segelyacht "Xanthos" brach am Sonntagnachmittag etwa drei Seemeilen (5,4 Kilometer) nördlich des Ferienzentrums Heiligenhafen (Kreis Ostholstein) aus. Um 17.14 Uhr war die Alarmierung bei der Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eingegangen. Die Seenotleitung alarmierte die allgemeine Schifffahrt im Unfallrevier und schickte den Seenotkreuzer "Vormann Jantzen" von seiner Station Großenbrode in den Einsatz.

Da es keine genaue Positionsangabe des Havaristen gab und kein direkter Kontakt zum Schiff bestand, orientierte sich die Wasserschutzpolizei an der Rauchentwicklung von Land aus. Das Küstenstreifenboot "Fehmarn" war etwa eine halbe Stunde später vor Ort. Mit ihrem Schlauchboot übernahm die Besatzung den verletzten Skipper, der sich allein an Bord der Yacht befand. Ein Polizist stieg auf den Havaristen über und versuchte mittels Feuerlöscher, den Brand in der Achterkajüte unter Kontrolle zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt gab es laut DGzRS-Angaben bereits eine enorme Hitzeentwicklung an Bord.

Polizei vermutet technischen Defekt

Der kurz darauf eintreffende Seenotkreuzer "Vormann Jantzen" führte die Löscharbeiten über seinen leistungsstarken Feuerlöschmonitor mit Schaum weiter. Der Kreuzer nahm die neun Meter lange Stahlyacht in Schlepp und brachte sie nach Heiligenhafen. Dort übernahm die Freiwillige Feuerwehr die restlichen Löscharbeiten. Der Skipper der Yacht wurde für die ambulante Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei vermutet, dass der Brand durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde. "Untersuchungen dazu werden von der Wasserschutzpolizei nach dem Abpumpen des Löschwassers eingeleitet", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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