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Socialbeer bei Facebook : Biernominierung extrem: Halber Liter Milch auf ex

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Bier trinken, Video posten und Freunde nominieren - das Socialbeergame verbreitet sich im Netz. Doch Kürbissuppe und Liegestütze machen dem Spiel inzwischen Konkurrenz.

Die Regeln sind ganz einfach: Man nehme einen halben Liter Bier, trinke diesen in einem Zug aus, filme sich dabei und stelle das Video dann ins Internet. Anschließend werden drei Freunde nominiert, es einem gleichzutun. Je verrückter das Video, desto besser.  Dieser Facebooktrend bekannt unter den Namen „Biernominierung", „Neknomination“ oder „Socialbeergame“ verbreitet sich derzeit in der Netzgemeinde. Aus Australien ist der Trend nach Europa gekommen und inzwischen in ganz Deutschland weit verbreitet. Besonders bei Jugendlichen findet das Spiel großen Anklang.

Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, einfach nur schnell ein Bier auszutrinken. Die User lassen sich die verschiedensten Ideen einfallen, wie sie ihren halben Liter Bier am kreativsten trinken können. Ein regelrechter Wettkampf ist ausgebrochen, wer das beste Video ins Netz stellt. Videos mit komischer Verkleidungen und Biertrinken in ungewöhnlichen Situationen häufen sich im Netz. Der eine verkleidet sich als Gladiator und trinkt sein Bier auf einem Gabelstapler und der nächste trinkt, während er mit einem Snowboard die Piste runterfährt. Die Facebookseite „Biernominierung" hat inzwischen schon knapp 4500 Fans. Dort posten die Mitspieler ihre kreativsten Videos. Doch es gibt auch schon eine gegnerische Gruppe. Anstatt Bier zu trinken, soll dort allerdings lieber Schokolade gegessen werden.

Doch inzwischen hat sich im Netz längst eine Gegenbewegung gebildet. Prominente wie Profi-Hockey-Spieler Tobias Hauke oder Schauspielerin Janina Uhse von „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ machen es vor. Anstatt zu trinken, spenden sie lieber einen bestimmten Geldbetrag an eine Hilfsorganisation. Auch sie nominieren weitere Freunde, die sich ebenfalls eine Organisation aussuchen und spenden sollen. Damit wollen sie ein Zeichen gegen den Trend setzen. In Irland soll das Spiel bereits ein erstes Todesopfer gefordert haben. Anfang Februar war im irischen Carlow ein 19-Jähriger in einen Fluss gesprungen und ertrunken. Seine Familie meint, dass der Sprung Teil eines Videos für eine Biernominierung gewesen sei. Die irische Regierung hat Facebook bereits aufgefordert, das Trinkspiel zu unterbinden.

 

Auch in Flensburg machen längst nicht alle mit bei dem Bierspiel. Vivian zum Beispiel trinkt lieber einen Schluck Wasser als einen halben Liter Bier auf ex. „Da ich das Spiel nicht unterstützen möchte, durchbreche ich die Kette jetzt“ sagt sie, während sie sich an der Hafenspitze einen kräftigen Schluck Wasser genehmigt.

 

Neben Wasser anstatt Bier haben sich die Nutzer so einiges einfallen lassen, um die Biernominierung ins Lächerliche zu ziehen. Einer der Trends: Die Kürbissuppen-Nominierung. Die Regeln gleichen dem Trinkspiel: Einfach eine Kürbissuppe kochen und ein Foto von sich beim Essen hochladen. Wenn die Nominierten es nicht schaffen sollten, binnen 24 Stunden sich ebenfalls ein Süppchen zu kochen und ein Foto von sich online zu stellen, müssen sie zur Strafe einen Topf Kürbissuppe an den Nominierer abtreten. Jannik S. aus Kiel hat das Suppenspiel bereits mit Bravour gemeistert. Sollten die von ihm nominierten Freunde kein Foto von sich beim Kürbissuppe-Essen posten, würde er sich auch mit anderen Mahlzeiten zufrieden geben. „Falls ihr es nicht schaffen solltet, bekomme ich jeweils einen Topf Kürbissuppe. Zu anderen Köstlichkeiten wie Lasagne, Döner oder oder sage ich statt eines Topfes Suppe auch nicht Nein. Viel Erfolg euch und guten Hunger", schreibt er auf seiner Facebookseite.

 Eine andere Möglichkeit: Schnuller im Mund umdrehen. Der Facebooknutzer „Kunze“ machte es in seinem Video vor und schafft es den rosafarbenden Schnuller seiner Tochter fünf Mal im Mund umzudrehen.

 

Beitrag von Kunze.

 

Doch nicht nur zum Schnullerumdrehen oder Suppe-Essen können Internetnutzer von ihren Freunden nominiert werden. Es kann auch mal sportlich werden: Zehn Liegestütze oder Sit-Ups anstatt einen halben Liter Bier, fordern die sportlichen Nutzer. Zwei Schweizer wollen hingegen lieber ein Glas Milch anstatt Alkohol trinken.

 

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erstellt am 12.Feb.2014 | 10:58 Uhr

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