Surf World Cup Sylt : Besucherrekord bei Windstärke acht

Partylaune, stolze Gewinner und nächtlicher Wellenritt. Die schönsten Bilder vom Colgate Surf World Cup. Fotos: Hoch Zwei
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Partylaune, stolze Gewinner und nächtlicher Wellenritt. Die schönsten Bilder vom Colgate Surf World Cup. Fotos: Hoch Zwei

Neuer Besucherrekord, ein Show-Rennen im Dunkeln und mit Klaas Voget ein Deutscher, der mit Platz drei im Waveriding das beste Ergebnis seiner Karriere einfuhr. Der Surfcup war hochklassig - auf und neben dem Wasser.

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08. Oktober 2008, 08:51 Uhr

Westerland | So hatten sich die Macher des Colgate World Cups das abschließende Wochenende vorgestellt: Bei Windstärken von 9 bis 11 durften die Surfer an beiden Tagen gleich mehrmals aufs Wasser, am Sonnabendabend sogar nach Einbruch der Dunkelheit. Scheinwerfer mit insgesamt 80.000 Watt Leistung erhellten die dunklen Fluten am Brandenburger Strand, die zu diesem Zeitpunkt teilweise bis auf fünf Meter anwuchsen. Tausende Besucher verfolgten die Show trotz Sturm und peitschenden Regens und bejubelten die Sportler.

Mutig in die Brandung stürzten sich Alex Lehmann (35) und Leon Jamaer (18), Letzterem gelang sogar das Kunststück einen Double-Loop vor die nächtliche Kulisse zu zaubern. "Das Publikum sah wahrscheinlich mehr als wir. Es war aber ein irres Gefühl, so etwas könnte ich definitiv noch einmal machen", platzte es aus dem Youngster heraus.
Mastbruch bei Windstärke 8

Nicht weniger spektakulär verliefen am Sonnabend und Sonntag die echten Wertungs-Duelle in der Disziplin Waveriding. Klaas Voget erwischte ein perfektes Wochenende und katapultierte sich auf den dritten Platz- das beste Ergebnis seiner Karriere. Bei seinem Husarenritt konnte er unter anderem den Weltranglisten-Dritten und Mit-Titel-Favoriten Josh Angulo von den Kapverdischen Inseln aus dem Wettbewerb werfen. Sogar der Sieg war möglich, doch im Halbfinale brach bei Windstärke 8 der Mast Vogets. "Das hat mich schon geärgert, aber ich stehe auf dem Podest. Davon habe ich immer geträumt", strahlte er. Vorrang musste der Kieler lediglich Kauli Seadi (Brasilien) und Victor Fernandez Lopez (Spanien) lassen. Seadi holte sich mit diesem zweiten Platz gleichzeitig seinen insgesamt dritten Weltmeistertitel im Wellenreiten.
Dunkerbeck feiert 10. Erfolg

Ein weiteres Erfolgskapitel fügte Björn Dunkerbeck seiner Karriere hinzu. Er gewann den Slalom 42 und feierte damit seinen zehnten Erfolg auf Sylt. Was bei dem Niederländer wie ein Selbstläufer anmutet, war beileibe kein Zuckerschlecken. "Die Woche war extrem hart, 100 Mal in die Anzüge rein und wieder raus und dann bin ich nur vier Rennen gefahren." Dennoch: Mit dem Erfolg im Rücken kündigte er an, auch die nächsten drei Jahre Slalom 42 zu fahren. Weltmeister in der Disziplin wurde der Franzose Antoine Albeau.

Bei den Damen reichte der Wind nicht ganz aus, um die Finalläufe zu starten. So teilten sich die spanischen Zwillinge Daida und Iballa Moreno den ersten Platz im Wave riding. Daida fand es lustig: "Wir haben uns noch nie einen ersten Platz geteilt."

In seinem Jubiläumsjahr besuchten 210.000 Menschen das größte Windsurf-Event der Welt, der World Surf Cup war so beliebt wie noch nie.

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