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Tiefdruckgebiet : Bertha sorgt für Schmuddelwetter in SH

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Kühl und nass wird es im Norden auch in den kommenden Tagen – Schuld daran sind die Überreste eines Hurrikans.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2014 | 07:01 Uhr

Kiel | War’s das mit dem Sommer? Nach einem sehr sonnigen und warmen Juli mit mehr als 250 Sonnenstunden und Temperaturen weit über den normalen Werten und einem ebenso schönen August-Anfang zeigt sich das Schleswig-Holstein-Wetter seit dem Wochenende von seiner ungemütlicheren Seite. Und so geht es auch erst einmal weiter: „In den nächsten Tagen wird sich am Wetter nicht viel ändern. Mindestens bis zum Ende der kommenden Woche bleibt es wechselhaft“, sagt Diplom-Meteorologin Alina Voß von Wetterwelt in Kiel. Das bedeutet: Viel Regen, teilweise mit Gewittern, Südwest-Wind und Temperaturen um die 20 Grad. Nächste Woche wird es noch kühler. Grund dafür ist ein Tiefdruckgebiet, das sich über der Nordsee festgesetzt hat – Bertha, die Überreste eines Hurrikans, der auf seinem Weg über den Atlantik zwar an Kraft verloren hat, aber immer noch für ungemütliches Wetter mit feuchter Luft sorgt.

Kräftig gekracht hat es in der Nacht zu Dienstag vor allem im Nordwesten, auf einer Linie von Föhr bis Flensburg. Hier gab es bis zu 26 Millimeter Niederschlag innerhalb von zwölf Stunden. Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet. Schon wenige Kilometer südlich davon, in Satrup im Kreis Schleswig-Flensburg, fielen in der Nacht nur noch fünf Millimeter  – und „südlich der Eider gab es praktisch überhaupt keinen Regen“, sagt Meteorologin Voß. In den kommenden Tagen bekommt zwar jeder Landesteil etwas Regen ab, insgesamt kommt der Südosten Schleswig-Holsteins aber besser Weg als die Nordseeküste und das Gebiet an der dänischen Grenze. 

Weniger Regen als vorhergesagt gab es übrigens in Eutin: Dort ärgern sich die Festspiel-Veranstalter über falsche Vorhersagen, die mögliche Spontan-Besucher abschrecken. Dabei habe es bislang bei 20 Aufführungen in diesem Sommer „erst zweimal getröpfelt – bei der Premiere des Toubadour am 4.Juli und vergangenen Sonntag bei Anatevka“, sagte Pressesprecherin Kerstin Ahrens.

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