Die Bücher : Beamtenbeleidigung und andere Irrtümer

Foto: grafikfoto.de
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Eigentlich wollte Dr. Ralf Höcker in seinem ersten Buch bloß mit den größten Irrtümern der Rechtswelt aufräumen. Doch das Werk wurde kurzerhand zum Bestseller. Klar, dass die zahlreichen neuen Hobby-Juristen da nach einem Nachschlag verlangten.

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04. November 2007, 02:59 Uhr

Inzwischen sind im Ullstein-Taschenbuch-Verlag bereits drei Werke des Kölner Rechtsanwaltes erschienen, darunter das "Lexikon der Rechtsirrtümer", das "Neue Lexikon der Rechtsirrtümer" sowie das "Lexikon der kuriosen Rechtsfälle in Zusammenarbeit mit Carsten Brennecke. Das "Dritte Lexikon der Rechtsirrtümer", erscheint im Frühjahr 2008.

Wussten Sie, dass es Straftatbestände wie Zechprellerei und Beamtenbeleidigung überhaupt nicht gibt? Dass Eltern nicht für ihre Kinder, Kneipenwirte aber für die Garderobe ihrer Gäste haften? Dass es in Deutschland kein gesetzlich vorgeschriebenes Bankgeheimnis gibt? Dass Sie mangelhafte Ware auch ohne Kassenbon umtauschen können? Und dass Sie Ihren Personalausweis zu Hause aufbewahren können, da es kein Gesetz gibt, das das Mitführen vorschreibt? Im "Lexikon der Rechtsirrtümer" räumt Autor, Dr. jur. Ralf Höcker, mit juristischen Irrtümern auf, die sich hartnäckig, aber falsch in unserem Bewußtsein verankert haben. (Ullstein Taschenbuchverlag, 332 Seiten, ISBN-10: 3548366597, 8,95 Euro)

Die Resonanz auf Ralf Höckers "Lexikon der Rechtsirrtümer" war so groß, dass ein zweiter Band nicht lange auf sich warten ließ. Fakt ist: Es gibt noch viel mehr weitverbreitete juristische Fehlannahmen, als der Fachmann sich träumen läßt. Sei es, daß manche sich von Schildern wie "Umtausch nur von original verpackter Ware" einschüchtern lassen oder daß man an den Straftatbestand des "Rufmords" glaubt. In bewährter Manier rückt Ralf Höcker Höcker diese und viele andere rechtliche Mißverständnisse zurecht. (Ullstein Taschenbuchverlag, 318 Seiten, ISBN-10: 3548367720, 8,95 Euro)

Es ist kaum zu glauben, womit sich deutsche Richter auseinandersetzen müssen: zum Beispiel mit Klagen auf Durchsetzung einer Forderung von 66 Cent oder gegen das Sozialamt, weil es sich weigert, einem glücklosen Mann Sextrainingsstunden bei Prostituierten zu finanzieren. Bemerkenswert auch, zu welch kuriosen Urteilen sich Gerichte hinreißen lassen. So gilt es als Arbeitsunfall, wenn man schlafend vom Bürostuhl kippt. Ralf Höcker und Carsten Brennecke beschreiben die spektakulärsten Auswüchse des deutschen Klagewahnsinns und die abstrusesten Urteile, die daraus resultieren. (Ullstein Taschenbuchverlag, 318 Seiten, ISBN-10: 3548369294, 7,95 Euro)

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