Neumünster : "Bandido" Borchert: Spaziergang in Freiheit

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Der gefährlichste Rocker des Landes genießt seine Freiheit. Der Haftbefehl gegen den ehemalige NPD-Landeschef Peter Borchert ist aufgehoben worden.

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19. Mai 2011, 06:51 Uhr

Neumünster | Ein Käffchen in der Fußgängerzone von Neumünster, danach ein kleiner Spaziergang mit "Bandidos"-Kumpel Ralf B.: Der gefährlichste Rocker Schleswig-Holsteins, der ehemalige NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert (37, Foto), genießt seine Freiheit. Dabei hatte ihn das Kieler Landgericht erst im April wegen des blutigen Überfalls auf verfeindete Rocker zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. "Ja, die betreffende Person befindet sich derzeit auf freiem Fuß", bestätigt Uwe Keller, Sprecher des Kieler Landeskriminalamts. Warum sitzt der verurteilte "Bandido", den Polizisten als extrem gewaltbereit einstufen, nicht im Gefängnis? Der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler: "Der Haftbefehl gegen ihn ist aufgehoben worden. Er wartet nun auf seine Ladung zum Haftantritt." Man sei sich darüber im Klaren, dass es sich bei Borchert "unbestritten um ein erhebliches Kaliber" handele, doch sei es nicht unüblich, nach einer Verurteilung den Haftbefehl aufzuheben, wenn keine Flucht gefahr bestehe.
(shz)

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