Sicherheitstipps : Baden im Meer: Wie verhält man sich am Wasser?

Eine Rettungsschwimmerin der DLRG beobachtet in St. Peter-Ording den Strand.
Eine Rettungsschwimmerin der DLRG beobachtet in St. Peter-Ording den Strand.

Badeunfälle passieren oft, weil die Menschen die Gefahren des Meeres unterschätzen. Doch wie verhält man sich, wenn die Kräfte schwinden? shz.de hat bei der DLRG nachgefragt, worauf Badegäste achten sollten.

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10. Juli 2014, 12:11 Uhr

Eckernförde | Pünktlich zum Ferienstart ist er da: Der Sommer. Warme Temperaturen locken zahlreiche Badegäste an den Strand, viele von ihnen zieht es ins Meer. Dass das Baden in Nord- und Ostsee jedoch nicht ganz ungefährlich ist, wissen einige Menschen nicht. Zumindest werden die Gefahren laut der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) oft unterschätzt.

Thies Wolfhagen, Landesgeschäftsführer der DLRG, erklärt, dass das kalte Wasser zu Unterkühlung und Erschlaffung des Körpers führt. Das kann zur Folge haben, dass der Schwimmer es nicht mehr rechtzeitig an Land schafft und um Hilfe rufen muss. Wenn jemanden die Kräfte verlassen haben, ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Vielmehr soll man sich auf den Rücken legen, das Gesicht über Wasser halten und sich von der Strömung treiben lassen. Außerdem rät Wolfhagen, immer um Hilfe zu rufen, um auf sich aufmerksam zu machen, und nicht gegen Strömung und Wellen anzukämpfen.

Ist eine Person in einer Notsituation, sind die Menschen an Land gefordert. Diese sollen sofort einen Notruf absetzen, denn es zählt jede Minute. Wenn sie sich körperlich in der Lage sehen, dem Verunglückten zu helfen, können sie in einer kleinen Gruppe hinausschwimmen. Wichtig ist dabei, dass die Retter eine Schwimmhilfe mitnehmen, denn sonst könnten sie sich selbst in Gefahr bringen. Nicht selten kommt es vor, dass sich ein geschwächter Badegast an einen Retter klammert und diesen unter Wasser zieht.

Auf einem Boot ist eine Rettungsweste Pflicht, außerdem sollten immer mehrere Menschen zusammen unterwegs sein. Um im Notfall schnell Hilfe zu bekommen, sollte immer eine sich an Land befindende Person über den Ausflug informiert sein. Das gilt auch für Schwimmer. „Die Ostsee ist keine Badewanne“, sagt Wolfhagen.

Allgemein gilt, dass es bei starkem Wind besser ist, das Meer zu meiden oder nur so weit ins Wasser zu gehen, dass der Boden berührt wird. Wolfhagen weist zudem auf die Beflaggung der Rettungsstationen hin. Befindet sich dort eine rote Flagge, herrscht Badeverbot, eine gelbe Flagge zeigt eingeschränktes Badeverbot an. Am wichtigsten sei aber die rot-gelbe Fahne, die den Badegästen versichert, dass der Strand von einem Rettungsschwimmer bewacht wird. „Ist ein Strandabschnitt nicht bewacht, sollte dieser nicht besucht werden“, sagt Wolfhagen.

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