Unfalltourismus in Groß Sarau : Auto rollt führerlos über B207

Endlich was los: Aufgeregt beobachten Anwohner die Bergungsarbeiten. Foto: Nimtz
Endlich was los: Aufgeregt beobachten Anwohner die Bergungsarbeiten. Foto: Nimtz

Ein Auto ist in Groß Sarau führerlos über die Bundesstraße gerollt - und hat das Dorf in Aufruhr gebracht: Jugendliche meldeten eine vermeintliche Verletzte,

Avatar_shz von
07. Juni 2011, 12:36 Uhr

Das sieht man nicht alle Tage - dachten sich bestimmt auch neugierige Groß Sarauer und sorgten so für einen regelrechten Unfallstellentourismus. Nachdem eine 50-jährige Frau ihr Auto vor die Hofeinfahrt in der Hauptstraße fuhr und nur schnell das Tor noch schließen wollte, war der Wagen bereits wortwörtlich über alle Berge.
"Das Fahrzeug rollte aus noch ungeklärter Ursache führerlos über die dort etwas abschüssige aber viel befahrene B207, weiter über den gegenüber liegenden Fußweg und rollte schließlich einen Abhang hinunter", sagte ein Polizeisprecher. "Dort im Hang verkeilte sich das Fahrzeug zwischen zwei Bäumen", so der Beamte weiter.
Jugendliche meldeten Verletzte
Weil sich vermutlich einige Jugendliche einen Scherz aus diesem Vorfall erlaubten, löste die Rettungsleitstelle ein Großaufgebot an Rettungskräften aus. "Wir haben die Meldung erhalte, dass sich mindestens eine Verletzte und eingeklemmte Person in dem Fahrzeug befand", berichtet ein Sprecher. Daraufhin wurde sofort die Freiwillige Feuerwehr Groß Sarau, zwei Rettungswagen sowie einen Notarzt zur Einsatzstelle geschickt. Vor Ort angekommen schauten die bereits von der Frau alarmierten Bergungsunternehmer sowie die Rettungskräfte gleichermaßen erstaunt. Außer einem etwas verbeultem Blech war gar nichts passiert. Während der 15-minütigen Bergungsarbeiten versammelten sich immer mehr neugierige Gaffer am Unfallort und betrieben dort mit ihren kleinen Digitalkameras einen regelrechten Unfallstellentourismus.
"In diesem Fall werden wir nichts machen. Sollte das aber bei einem Unfall mit verletzten Personen vorkommen, werden wir natürlich härter durchgreifen", sagte ein Polizeisprecher. Das bei diesem Unfall jede Menge Glück im Spiel war, war allen Beteiligten schnell klar. "Gar nicht auszumalen was hier alles passieren hätte können", so ein Feuerwehrsprecher.
(cnz, shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen