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Tag der vermissten Kinder : "Augen auf" für vermisste Kinder

vom

Der 25. Mai ist der internationale Tag der vermissten Kinder. Die Initiative Vermisste Kinder will die Aufmerksamkeit auf das Schicksal von Verschollenen richten.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2013 | 02:31 Uhr

Hamburg | Mit der Aktion "Augen auf" will die Initiative Vermisste Kinder auf das Schicksal von Verschwundenen aufmerksam machen. "Wir müssen auf die Kinder in unserer Gesellschaft aufpassen - und das können wir nur, wenn wir hinsehen, die Augen offen halten", teilte die Initiative am Freitag in Hamburg mit. Die Aktion soll an diesem Samstag (25. Mai), dem internationalen Tag der vermissten Kinder, in Berlin starten. Dort will der Verein mehr als 30.000 "Wackelaugen" verteilen. Die Augen können so auf Gegenstände geklebt werden, dass ein Gesicht entsteht. Ein Foto des Gesichts soll dann über die Facebook-Seite "Augen auf" gepostet werden.
Die bundesweit einzigartige Initiative Vermisste Kinder sucht weltweit nach Verschollenen. Bisher seien mit Hilfe der Organisation 75 verschwundene Kinder gefunden worden, erklärte der Leiter Lars Bruhns. Die Initiative betreibt für Deutschland unter anderem ein Notfall-Telefon, das rund um die Uhr besetzt ist, und hat die Aktion "Deutschland findet Euch" auf sozialen Netzwerken gestartet.

200 bis 300 neue Vermisstenfälle pro Tag


Mehr als 100.000 Vermisstenanzeigen gehen Bruhns zufolge bei der Polizei in Deutschland jedes Jahr ein - 200 bis 300 neue Fälle am Tag. "Zum Glück werden die meisten wieder gefunden, aber einige bleiben dauerhaft verschwunden", hieß es. "Jedes einzelne dieser Schicksale hat ein Gesicht. Aber ein Gesicht kann man nur sehen, wenn man hinsieht."
Der internationale Tag der vermissten Kinder wird seit 1983 am 25. Mai begangen. Der damalige US-Präsident Ronald Reagan hat den Gedenktag initiiert. Er sollte an den sechsjährigen Etan Patz aus New York erinnern, der am 25. Mai 1979 auf dem Weg zur Schule verschwand.
Über die Aktion "Augen auf" sollen auch Infoscreens an mehr als 400 Standorten bundesweit informieren, berichtete die Initiative. Und unter dem Hashtag #augenauf wird über den Kurznachrichtendienst Twitter am Gedenktag "stellvertretend für alle vermissten Kinder" an 25 bis heute ungeklärte Vermisstenfälle erinnert.
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