Großbrand in Reifenfabrik : Aufräumarbeiten dauern an

Mit einem Großaufgebot löscht die Feuerwehr den Brand in einer Reifenfabrik. Die Anlage wird dennoch komplett zerstört. Foto: dpa
Mit einem Großaufgebot löscht die Feuerwehr den Brand in einer Reifenfabrik. Die Anlage wird dennoch komplett zerstört. Foto: dpa

Nach dem Großbrand einer Reifenfabrik in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) dauern die Aufräumarbeiten und Ermittlungen an.

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25. März 2008, 01:13 Uhr

Die Produktionshalle der Reifenfabrik wurde komplett zerstört. Am Sonntag löschte die Feuerwehr noch einzelne Brandnester. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und erfahrene Brandermittler in Marsch gesetzt.
Zwei Beschäftigte hatten am späten Vormittag das Feuer bemerkt und noch selbst Löschversuche unternommen, sagte eine Sprecherin der Polizei in Bad Segeberg. Weil sie die Flammen aber nicht mehr ersticken konnten, alarmierten die Arbeiter die Feuerwehr und brachten sich unverletzt in Sicherheit. Ein Großaufgebot der Einsatzkräfte kämpfte mehrere Stunden, bis der Brand weitgehend gelöscht war.
Spezialisten der Berufsfeuerwehr Hamburg halfen bei den Aufräumarbeiten
Gegen Mittag stand die Produktions- und Lagerhalle vollständig in Flammen, eine riesige schwarze Rauchsäule stieg über dem Gelände auf und war kilometerweit zu sehen. Feuerwehren aus umliegenden Städten und Gemeinden rückte an, um die Flammen in dem Industriegebiet zu bekämpfen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Rauchwolken behinderten den Verkehr auf den in Windrichtung gelegenen Straßen und der Autobahn A7 (Norderstedt-Kaltenkirchen). Es kam zu mehreren Unfällen. Insgesamt waren mehr als 200 Feuerwehrleute unter anderem aus Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Norderstedt und Bad Bramstedt (alles Kreis Segeberg) im Einsatz, sagte ein Sprecher der Einsatzleitstelle in Norderstedt.
Auch aus Hamburg rückten Spezialisten der Berufsfeuerwehr an, um bei den Löscharbeiten zu helfen. Nach Angaben der Pressestelle machten sich zehn Mann auf dem Weg, darunter Spezialisten für Einsatzführung und Umwelt. Sie brachten unter anderem 10 000 Liter Schaummittel mit, aus denen an der Brandstelle mehr als 3000 Kubikmeter Löschschaum hergestellt werden können. Die Hamburger Flughafenfeuerwehr stellte ein Flugfeldlöschfahrzeug bereit, das große Mengen Schaum in die Flammen pumpen kann. In der Reifenfirma hatte es bereits vor einigen Jahren ein großes Feuer mit Millionenschaden gegeben, bei dem Teile der Produktionsanlagen zerstört wurden. Damals war der Brand erst nach Tagen endgültig erstickt.

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