Geisterfahrer bei Lübeck : Auf Autobahn gewendet - zwei Schwerverletzte

Der Falschfahrer war am Freitagmorgen in einem Renault unterwegs. Foto: Holger Kröger
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Der Falschfahrer war am Freitagmorgen in einem Renault unterwegs. Foto: Holger Kröger

Schwerer Unfall auf der A1: Ein 78-jähriger Geisterfahrer ist am Freitagmorgen in Höhe Lübeck mit einem anderen Auto frontal zusammengestoßen - er wendete auf der Autobahn.

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14. August 2011, 01:38 Uhr

Zwei Autos konnten dem Geisterfahrer noch ausweichen, der Freitagmorgen gegen 8.15 Uhr in falscher Richtung auf die A1 auffuhr - mit dem dritten kam es zum Frontalzusammenstoß.
Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Lübeck-Zentrum und Lübeck-Moisling, sagte Polizeisprecher Stefan Muhtz gegenüber shz.de. Der 78-jährige Falschfahrer aus Bad Schwartau war in einem Renault unterwegs, während es sich bei dem Unfallgegner um einen 58-jährigen Mercedesfahrer aus Scharbeutz handelt. Beide Fahrer wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Renault-Fahrer schwebt in akuter Lebensgefahr und wird intensiv-medizinisch behandelt. Bei dem Daimlerfahrer ist eine intensivmedizinische Behandlung zurzeit nicht nötig.
Mitten auf der Autobahn gewendet
Nach Auswertung erster Zeugenaussagen hat offenbar der 78-jährige zunächst die A 1 in Richtung Süden befahren. Nach Passieren der Anschlussstelle Lübeck-Zentrum wendete er sein Fahrzeug und ist entgegen der Fahrtrichtung wieder gen Norden gefahren.
Die Autobahn wurde in Richtung Süden voll gesperrt, ist aber seit elf Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. An der Unfallstelle waren neben zwölf Funkstreifenwagen auch die Berufsfeuerwehr Lübeck und der Rettungshubschrauber Christoph 12 eingesetzt, weiterhin wurde eine Sachverständiger angefordert.
(shz)

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