Mord in der Südsee : Anklage im Fall Stefan R.

Der mutmaßliche Täter: Jäger Henri Haiti (31).   Foto: en
Der mutmaßliche Täter: Jäger Henri Haiti (31). Foto: en

Der mutmaßliche Mörder des Weltumseglers Stefan R. aus Haselau (Kreis Pinneberg) muss sich wegen Mordes, sexueller Nötigung und Freiheitsberaubung verantworten.

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02. Dezember 2011, 11:40 Uhr

Nuku Hiva/Haselau | Arihano Haiti (31) von der Südseeinsel Nuku Hiva sei bereits intensiv vernommen und der Beteiligung an der Tat überführt worden, berichtet die örtliche Zeitung "Les Nouvelles de Tahiti". Der bis Montag meistgesuchte Mann Polynesiens ist am Donnerstag in Papeete, der Hauptstadt Französisch-Polynesiens, dem Untersuchungsrichter vorgeführt worden. Haiti war sieben Wochen lang auf der Flucht gewesen, am Montag tauchte er völlig ausgehungert bei seinem Vater im Dorf Taiohae auf. Der Vater gab ihm zu essen, rief dann die Polizei.
Mit Erleichterung hat die Lebensgefährtin von Stefan R. auf die Festnahme des mutmaßlichen Mörders reagiert. "Hass habe ich keinen, aber ich möchte wissen, was da passiert ist", sagte Heike D. (37) bei "Stern TV". Anfangs habe sie noch Hoffnung auf ein Wiedersehen gehabt. "Ich habe drei Tage gehofft, dass die oder der Täter nur Lösegeld wollen."
Das Paar war vor drei Jahren zu einer Weltumsegelung mit einem Katamaran gestartet. Bei einem Zwischenstopp auf Nuku Hiva lernten beide den einheimischen Jäger Arihano "Henri" Haiti kennen. Auf einem Jagdausflug soll er Stefan R. getötet und seine Überreste verbrannt haben. Ob er Teile der Leiche aß, ist noch immer unklar. Heike D. berichtete, von dem Jäger gefesselt und sexuell belästigt worden zu sein.

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