Wölfe in SH : Angriff auf Schafsherde: Es war ein Wolf

Die angegriffene Schafherde bei Rodenbek auf ihrer Weide – diese wird nun durch einen Elektrozaun geschützt.
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Die angegriffene Schafherde bei Rodenbek auf ihrer Weide – diese wird seit Mittwochabend durch einen Elektrozaun geschützt.

Durch die Attacke auf die Herde in Rodenbek kamen mehr als 50 Tiere um. Minister Habeck kündigt Konsequenzen an.

shz.de von
29. April 2015, 18:01 Uhr

Kiel | Ein Wolf hat vor zwei Wochen eine Schafsherde in Rodenbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) angegriffen. Dies ergaben die genetischen Untersuchungen des Senckenberg-Instituts in Gelnhausen, wie das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Kiel mitteilte. Demnach handelt es sich um ein männliches Tier, das aus einem Rudel in Sachsen-Anhalt stammt. Es wurde erstmals nachgewiesen.

In Folge des Angriffs Mitte April waren insgesamt 20 Schafe und 32 Lämmer gestorben. Ein Teil wurde direkt beim Angriff getötet, andere mussten wegen ihrer schweren Verletzungen eingeschläfert werden, weitere starben in den Folgetagen. „Der Schafhalter wird selbstverständlich eine Entschädigung erhalten“, sagte Minister Robert Habeck (Grüne).

Er kündigte an, das Wolfsmanagement zu stärken. Statt wie bisher beim Wolfsinfozentrum in Eekholt wird es von Mai an beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume angesiedelt sein. „Dort werden wir es personell verstärken. Weiterhin werden wir die engagierten und hervorragenden ehrenamtlichen Wolfsbetreuer intensiv einbinden“, sagte Habeck.

Das Ministerium will mit allen Beteiligten - von Schäfern über Jäger bis hin zu Naturschützern - über weitergehende Maßnahmen beraten. Am 19. Mai gibt es in Kiel eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung.

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