Henstedt-Ulzburg : Angebliche Schüsse sorgen für Polizeieinsatz

Aufregung in Henstedt-Ulzburg: Zeugen alarmierten die Polizei, weil sie aus einer Nachbarwohnung Schüsse vernommen hatten. Grund für den Lärmpegel war jedoch keine Waffe, sondern eine Bierdose.

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08. Mai 2008, 12:03 Uhr

Aufregung herrschte heute Mittag im Ortskern von Henstedt-Ulzburg, im Bereich Hamburger Straße/ Schulstraße. Gegen 11.40 Uhr alarmierten Zeugen aus einer Zahnarztpraxis die Polizei, weil sie aus einer benachbarten Wohnung in der Schulstraße vermeintlich Schüsse gehört hatten. Die Polizei sperrte Teile der Hamburger Straße und evakuierte einen angrenzenden Verbrauchermarkt. Kinder und Schüler einer Schule sowie eines Kindergartens mussten vorübergehend im Gebäude bleiben.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass sich in der Wohnung ein 29-jähriger Mann befand, der überlaute Musik hörte und deswegen häufiger Konflikte in der Nachbarschaft hatte. Das inzwischen alarmierte Spezialeinsatzkommando verschaffte sich gegen 13.20 Uhr Zutritt zu der Wohnung und nahm den Mann fest. Verletzt wurde niemand - auch eine Schusswaffe wurde bei der anschließenden Hausdurchsuchung nicht gefunden.
Der Festgenommene wurde zur Polizeiwache gebracht. Er stand unter Alkoholeinfluss. Wie sich später herausstellte, hatte der 29-Jährige in seiner Wohnung eine 0,5 Liter Dose Bier gegen die Wand geschleudert. Diese Geräusche waren von den Zeugen als Schüsse eingeordnet worden. Der Henstedt-Ulzburger konnte die Polizeiwache nach seiner Vernehmung wieder verlassen.

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