Suche nach Vergewaltiger : Andrang beim Massen-Gentest

Gentest in Schwarzenbek: Die Polizei hofft dadurch, einen Vergewaltiger zu finden. Foto: Dewanger
Gentest in Schwarzenbek: Die Polizei hofft dadurch, einen Vergewaltiger zu finden. Foto: Dewanger

Im März 2008 hat ein noch unbekannter Mann eine Frau in ihrer Wohnung vergewaltigt. Mit einem Gentest sucht die Polizei nun den Täter. Die Resonanz ist groß.

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19. Februar 2012, 07:07 Uhr

Schwarzenbek | Schlangestehen beim Gen-Test: Am Freitag hat in Schwarzenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg eine DNA-Reihenuntersuchung begonnen, mit der die Polizei einen Vergewaltiger ausfindig machen will. Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn der Aktion seien die ersten Männer in der Aula des Schwarzenbeker Gymnasiums erschienen, um eine Speichelprobe abzugeben, sagte Polizeisprecherin Sonja Kurz. Insgesamt hat die Polizei rund 1100 Männer zwischen 34 und 54 Jahren in Schwarzenbek und einigen umliegenden Gemeinden angeschrieben.
Die Ermittler hoffen, mit der Aktion den Mann zu finden, der am 12. März 2008 eine 39 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung vergewaltigt hat. Er hatte sich als Paketbote ausgegeben und sich so Zutritt zur Wohnung verschafft. Trotz intensiver Fahndung wurde der Täter bislang nicht gefunden.
Die Auswertung der Proben im Landeskriminalamt in Kiel werde voraussichtlich mehrere Monate dauern, sagte Kurz. Der Bürgermeister und der Feuerwehrchef von Schwarzenbek, die ebenfalls eine Einladung zu dem Test erhalten hatten, waren mit gutem Beispiel voran gegangen. Sie hatten bereits bei einer Pressekonferenz am 9. Februar eine Speichelprobe angegeben.

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