A1 bei Reinfeld : Altöl-Laster umgekippt: Fahrer schwer verletzt

Riesen-Sauerei auf der Autobahn: 25 Tonnen Altöl hatte der Laster geladen. Einiges davon lief aus. Foto: Burmester
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Riesen-Sauerei auf der Autobahn: 25 Tonnen Altöl hatte der Laster geladen. Einiges davon lief aus. Foto: Burmester

Bei einem Unfall auf der Autobahn 1 ist am Samstagmorgen nahe der Anschlussstelle Reinfeld ein mit 25 Tonnen Altöl beladener Sattelschlepper umgekippt.

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19. April 2009, 06:07 Uhr

Eigentlich wollte der 53-jährige mazedonische Fahrer eines Sattelzuges zur Fähre am Skandinavienkai fahren, doch er schaffte es nur bis kurz hinter Reinfeld. Dort kam der Mann mit dem Sattelzug gegen 4 Uhr am Sonnabend morgen aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, pflügte mehrere hundert Meter durch die Bankette und kippte schließlich um. Während Zugmaschine und Auflieger halb auf dem Standstreifen und halb auf dem Grünstreifen lagen, war die gesamte Ladung samt Aufbau des Aufliegers im Grünstreifen neben der Autobahn gelandet.
Insgesamt hatte der Sattelzug 25 Tonnen verschiedene Öle (Motoröl, Getriebeöl usw.) sowohl in Fässern als auch in handelsüblichen Plastikkanistern geladen.

Der 53-jährige Fahrer erlitt bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen und wurde in eine Klinik eingeliefert. Ob für den Mann Lebensgefahr besteht, war zunächst unklar. Sein 32-jähriger Mitfahrer und Eigentümer des Sattelzuges lag zum Unfallzeitpunkt in der Koje der Zugmaschine und schlief. Er blieb bei dem Unfall unverletzt.

Die Feuerwehr Reinfeld rückte mit 15 Mann an und streute das Öl, das aus den teilweise aufgeplatzten Fässern und Plastikkanistern auf die Fahrbahn gelaufen war, mit Bindemittel ab. Durchgeweichte Kartonagen wurden eingesammelt und verölte und geplatzte Kanister in große Müllbeutel gestopft.

Die Beamten der Autobahnpolizei Bad Oldesloe forderten das Umweltamt an. Der Mitarbeiter des Amtes sollte sich einen Überblick verschaffen und entscheiden, in welchem Umfang im Bereich der Unfallstelle eine Reinigung und gegebenenfalls ein Bodenaustausch vorgenommen werden muss. Die Mitarbeiter eines Lübecker Abschlepp- und Bergungsunternehmens demontierten am verunglückten Lkw zunächst die Kardanwelle, um den Lastzug schleppen zu dürfen. Dann richteten sie Zugmaschine und Auflieger wieder auf und schleppten das Gespann von der Autobahn. Eine Spezialfirma wurde mit der Entsorgung der öligen Ladung beauftragt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Beregung wurden der rechte und mittlere Fahrstreifen der Autobahn A1 in Richtung Norden gesperrt. Der Verkehr wurde einspurig an der Unfallstelle vorbei geführt. Es entstand ein Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro.

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