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Brandanschlag auf Flüchtlingshaus : Albig in Escheburg: „Wir dürfen diesen Hass niemals tolerieren“

vom

Nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingshaus kam auch der Ministerpräsident zu einer Mahnwache.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2015 | 19:54 Uhr

Escheburg | Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat sich am Sonntagabend im Rahmen einer Mahnwache bei den Bürgern in Escheburg bedankt, die sich solidarisch für Flüchtlinge zeigten. Etwa 350 Bürger aus der Gemeinde und der Umgebung waren dem Aufruf gefolgt, ein Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenhass zu setzen, nachdem am vergangenen Montag ein Brandsatz in eine Flüchtlingsunterkunft geflogen war. „Ich bin stolz, ihr Ministerpräsident zu sein“, sagte Albig.

In Sichtweite des Holzhauses, in das einen Tag nach dem Anschlag eigentlich sechs irakische Kriegsflüchtlinge einziehen sollten, machte Albig deutlich, dass für Brandstifter kein Platz sei. „Das ist nicht unser Land, das ist nicht Escheburg. Es gibt hier vielmehr Frauen und Männer, die die Türen öffnen und helfen wollen, und nicht brandstiften“, sagte der Ministerpräsident.

50 Polizisten waren im Einsatz, um mögliche Ausschreitungen und Übergriffe auf die Anwohner, die massiv gegen die Unterkunft Sturm laufen, zu verhindern. „Wir dürfen diesen Hass niemals tolerieren“, so Albig.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des Brandstifters führen, ausgesetzt. Die Ermittlungen laufen bisher noch. „Ich hoffe, dass der Täter bald geschnappt wird und wir dann nicht nur Klarheit haben, wer das getan hat, sondern auch wieder Ruhe in unserer Gemeinde einkehrt. Hier hat Fremdenhass nämlich keinen Platz, wir sind offen und tolerant“, sagte Escheburgs Bürgermeister Rainer Bork.

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