Zeitumstellung : Ab Sonntag gilt die Sommerzeit

In der Nacht zu Sonntag wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Foto: dpa
In der Nacht zu Sonntag wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Foto: dpa

Viele Menschen stellt die Umstellung auf die Sommerzeit nur vor die Frage: "Vor oder zurück?" Aber Mensch und Tier bringt die Zeitumstellung vielfach auch in Gefahr.

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31. März 2013, 03:06 Uhr

Die meisten Menschen in Deutschland haben einer aktuellen Umfrage zufolge keine Lust auf die Zeitumstellung. 70 Prozent der Befragten sind für die Abschaffung der Sommerzeit. Jeder Vierte kämpft demnach mit den Folgen der Uhrenumstellung, Frauen sind stärker betroffen als Männer. In der Nacht zum Sonntag springen die Uhrzeiger um 2 auf 3 Uhr, die Sommerzeit startet. Bis zum letzten Wochenende im Oktober bleibt es dann abends länger hell.

Die Umstellung der Uhren von der Winter- auf die Sommerzeit am Osterwochenende kann für Autofahrer gefährliche Folgen haben. Nach der Zeitumstellung im Winter häuften sich jedes Jahr Verkehrsunfälle mit Tieren, warnten Schleswig-Holsteins Polizei und der Landesjagdverband. "Rehe sind besonders gefährdet, weil sie von ihren Schlafplätzen in die offene Landschaft zu den Nahrungsflächen ziehen", sagte Jagdverbandspräsident Klaus-Hinnerk Baasch. Nach Einschätzung der Deutschen Wildtier Stiftung ist die Häufung der Wildunfälle Zufall. Das passiere lediglich unter der Woche, wenn die Stoßzeiten des Berufsverkehrs in die Zeit der Dämmerung fallen, in der die Rehe besonders aktiv sind, sagte Biologe Andreas Kinser.

Unfallgefahr für Pendler

Die Umstellung auf Sommerzeit sorgt bei vielen Autofahrern für einen Mini-Jetlag. Wie Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) sagt, sollten vor allem Pendler, die früh morgens viel Zeit im Wagen verbringen, die Zeitumstellung sehr ernst nehmen: Sie ist ein Unfallrisiko. Laut dem Auto Club Europa steigen die Unfallzahlen nach dem Beginn der Sommerzeit regelmäßig um bis zu 30 Prozent.

Damit die Zeitumstellung den Körper nicht zu sehr schlaucht, rät Rademacher, schon ein paar Tage vorher damit zu beginnen, früher als sonst ins Bett zu gehen. Außerdem sollten Autofahrer morgens ihren Kreislauf in Gang bringen. Das könne durch eine Wechseldusche geschehen, durch eine extra Tasse Kaffee oder durch Gymnastik - je nachdem, was individuell am besten wirke, sagt Rademacher.

Gerade auf dem Weg zur Arbeit seien viele Menschen ohnehin unkonzentriert, weil sie die Strecke jeden Tag fahren. Durch die Zeitumstellung komme zu dieser Monotonie noch die Müdigkeit hinzu - ein gefährlicher Mix.

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