Sperrung der A7 in Hamburg : Ab heute Abend droht der Verkehrsinfarkt

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In Niedersachsen beginnen die Ferien, in Dänemark ist am Sonnabend Bettenwechsel: Die Sperrung der A7 in Hamburg, die heute Abend beginnt, könnte zum absoluten Verkehrschaos führen.

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23. März 2012, 11:08 Uhr

Hamburg | Es ist die größte und längte Sperrung, die die Autobahn 7 in Hamburg erlebt hat: Von heute Abend, 22 Uhr, bis Montag früh, 6 Uhr, wird die A7 zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und der Anschlussstelle Hamburg-Stellingen voll gesperrt - in beide Richtungen. Grund ist der Einbau einer neuen Eisenbahnbrücke, die auch eine breitere Autobahn, wie sie in Hamburg geplant ist, überspannen kann. Das könnte in der Hansestadt zum verkehrstechnischen Super-Gau führen. Denn in Niedersachsen beginnen die Ferien, in Dänemark ist am Sonnabend Bettenwechsel. Es gibt zwar eine Umleitung durch die Stadt auf der die Ampelschaltungen der Verkehrslage angepasst werden, aber die könnte schnell zum verstopften Nadelöhr werden. Autofahrer sollten dort die Kreuzungen frei halten, sonst drohe ein "Chaos", sagt Helma Krstanoski aus der Verkehrsbehörde. Auch andere Strecken durch die Stadt "werden voll sein".
Dazu wird am Elbtunnel eine Entwässerung erneuert, in jede Fahrtrichtung ist nur eine Röhre frei. "Das haben wir extra auch auf diesen Termin gelegt, damit wir nicht am nächsten oder übernächsten Wochenende, neue Staus bekommen", sagt Krstanoski. Die gesperrte Autobahn ist nicht für Fußgänger frei gegeben, denn gleichzeitig wird der Asphalt ausgebessert.
"Wir haben keine Erfahrungswerte"
Die Sprecherin weiß nicht wie stark die Behinderungen sein werden. "Wir haben keine Erfahrungswerte. Aber jeder, der kann, sollte das Auto stehen lassen." Wer es nicht kann, sollte bei Fahrten auf die Abend-, Nacht- oder frühen Morgenstunden ausweichen.
Der Hamburger Verkehrsverbund hat die Züge der S-Bahn 3 und der AKN verlängert, und die Bahnen fahren häufiger. Der Bahnverkehr wird nicht behindert, weil die Eisenbahnstrecke über die A7 nur von Güterzügen genutzt wird.

Hier wird umgeleitet
In der Stadt: Autofahrer, die von Norden kommen, fahren ab dem Dreieck Nordwest oder von der A23 kommend an der Anschlussstelle Hamburg-Eidelstedt ab. Dann geht es über die Holsteiner Chaussee und die Kieler Straße bis zur Auffahrt Stellingen. Wer von Norden kommt, sollte die Baustelle weiträumig umfahren und die A7 schon an der Abfahrt Neumünster-Süd verlassen. Dann geht es über die Bundesstraße 205, die A21 und die A1 zum Maschener Kreuz auf die A7 zurück. Wer von der A1 aus Richtung Bremen oder von der A7 aus Richtung Hannover kommt, sollte den umgekehrten Weg Richtung Neumünster benutzen. Gleiches gilt für Autofahrer, die auf der A24 aus Richtung Berlin kommen, sie sollten die Autobahn schon am Kreuz Hamburg-Ost verlassen. Die Polizei hat unter Tel.: 040/428656565 eine Infohotline geschaltet.

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