Lkw-Unfall : A1 und A24 dicht: "Vollsperrung zum Eigenschutz"

Ein Lkw blockierte die A1 am Mittwochmorgen bei Bad Oldesloe. Um sich und die Feuerwehrleute selbst zu schützen, sperrten Polizisten die Autobahn in Richtung Hamburg komplett. Foto: Wüst
Ein Lkw blockierte die A1 am Mittwochmorgen bei Bad Oldesloe. Um sich und die Feuerwehrleute selbst zu schützen, sperrten Polizisten die Autobahn in Richtung Hamburg komplett. Foto: Wüst

Am frühen Mittwochmorgen war die A1 bei Bad Oldesloe wieder gesperrt. Ein Lkw hatte sich auf glatter Fahrbahn quer gestellt. Die A24 bei Besenthal war stundenlang gesperrt.

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21. März 2013, 09:44 Uhr

Bad Oldesloe | Bei extremer Straßenglätte waren erneut zahlreiche Lkw-Fahrer zu schnell auf den Autobahnen in Norddeutschland unterwegs. Allein im Kreis Stormarn hat es bis zum frühen Mittwochmorgen insgesamt fünfzehn Mal gekracht. Deshalb wurde die A24 bei Besenthal in Richtung Berlin gesperrt. Ein 51-jähriger Mann aus Coesfeld war gegen 2 Uhr in seinem Lkw mit Anhänger gegen die Mittelleitplanke gefahren. Er gab an, von einem Autofahrer geschnitten worden zu sein. Beim Abbremsen geriet er auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern, teilt Polizeisprecherin Sonja Kurz mit. Der Mann bleib unverletzt, der Autofahrer fuhr weiter.

"Durch den starken Aufprall verlor der Anhänger seine Ladung", so Kurz weiter. Sie ist der Grund für die lange Sperrung: Farben, Lacke, Öle und Kleber haben sich auf der Fahrbahn verteilt. "Wandfarbe hat sich auf einer Länge von fast 100 Metern verteilt", berichtet Kurz. Nach den Bergungsmaßnahmen müssen also die Fahrbahn noch aufwändig gereinigt und anschließend die Mittelleitplanke repariert werden. Der Verkehr muss die Autobahn in Hornbek verlassen.

Vollsperrung der A1 nach Lkw-Unfall

Auf der A1 in Höhe der Ausfahrt Bad Oldesloe verlor ein 60 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Wuppertal die Kontrolle über sein Gespann, knallte in die Mittelschutzplanke, drehte sich und schleuderte in die rechte Leitplanke. Zehn Doppelelemente der Mittelschutzplanke und vier Elemente der rechten Leitplanke wurden dabei zerstört.

Beim Aufprall riss der Tank des Lastzuges auf und erhebliche Mengen Diesel liefen aus. Feuerwehrleute pumpten den restlichen Treibstoff ab, streuten Bindemittel und Arbeiter trugen auf Veranlassung des Umweltamtes das verseuchte Erdreich ab. Der Lkw-Fahrer wurde verletzt und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben war der Mann auf der spiegelglatten Autobahn mit seinem Sattelzug eindeutig zu schnell unterwegs.

Umleitungsstrecke war nicht gestreut

Der Sachschaden wird auf weit über 50.000 Euro geschätzt. Während der aufwändigen Bergungsarbeiten richtete die Polizei eine Vollsperrung in Richtung Hamburg ein. "Es war eine Vollsperrung zum Eigenschutz", sagt Polizeisprecherin Sonja Kurz. Denn trotz der spiegelglatten Fahrbahn fuhren die Autofahrer zunächst mit hoher Geschwindigkeit auf die Unfallstelle zu.

Der Verkehr wurde über Bad Oldesloe umgeleitet. Weil die Winterdienste aber zunächst mit dem Streuen der Autobahnen beschäftigt waren, kamen auf der Umleitungsstrecke zahlreiche Lkw nicht die Steigungen hoch und blockierten die Ausweichmöglichkeit.

Viele Unfälle im Kreis Stormarn

Zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe prallte ein Sattelzug gegen die Mittelplanke und kam quer über alle drei Spuren zum Stehen. Ein Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen und prallte frontal gegen den Lastwagen. Der 39-Jährige kam mit blutendem Kopf und einem Schock ins Krankenhaus.

Auf der Landesstraße 90 zwischen Bad Oldesloe und Lasbek geriet in der Nacht ein Kleinlaster in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn, prallte zunächst gegen zwei Verkehrszeichen und einen Baum, dann auch gegen ein Denkmal. Der Fahrer blieb unverletzt. Auf der A1 krachte am Dienstagabend kurz vor Ahrensburg ein Personenwagen gegen die Mittelplanke, wenige Minuten später passierte das einem Autofahrer ebenfalls auf der A1 in Höhe Bad Oldesloe. In Ammersbek, ebenfalls in der Nähe von Ahrensburg, fuhr am Morgen ein Wagen einen Stromkasten um und legte so die Stromleitungen frei. Auf der Kreisstraße 67 zwischen Schwarzenbek und Geesthacht rutschte eine Autofahrerin mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn und dann in den Straßengraben. Das Auto überfuhr einen Busch, überschlug sich mehrfach und blieb auf dem Dach liegen. Die Fahrerin kam mit einer Schlüsselbeinfraktur ins Krankenhaus.

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