Impfdurchbrüche : Umfrage des Tages: Fürchten Sie eine Covid-Erkrankung trotz Impfung?

_202109091958_full.jpeg

65 Schleswig-Holsteiner mussten im ersten Halbjahr trotz Corona-Impfung mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden. Eine Mehrheit ist beunruhigt, sich anzustecken.

Avatar_shz von
10. September 2021, 17:00 Uhr

Flensburg | 65,8 Prozent der Schleswig-Holsteiner gelten aktuell als vollständig gegen das Corona-Virus geimpft. Mit der Quote liegt das Land bundesweit auf Rang 3.

475 Schleswig-Holsteiner, die bereits vollständig geimpft waren, wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres positiv auf das Corona-Virus getestet. 44 Prozent von ihnen litten sogar unter den typischen Symptomen einer Covid-19-Erkrankung.

Betroffen von diesen Impfdurchbrüchen in mehr als der Hälfte der Fälle waren Menschen über 80, also eine der Kern-Risikogruppen für Covid-19. Die meisten dieser Impfdurchbrüche (399) geschahen bei Menschen, die mit mRNA-Vakzin von Biontech Impf-Status erlangt hatten. Dieses wurde allerdings auch weit am meisten injiziert.

Weiterlesen: Drosten und Lauterbach korrigieren Debatte um „freiwillige“ Infektion

Insgesamt und deutschlandweit liegt die Quote der Impfdurchbrecher laut RKI nur bei knapp über 0,044 Prozent.

Durch den wiederkehrenden Kontakt mit dem Virus werde die „Bevölkerungsimmunität auch immer belastbarer“, sagt allerdings Virologe Christian Drosten. „Wenn man ein drittes Mal geimpft wird, hat man danach viel bessere Antikörper. Wahrscheinlich bleibt der Schutz dann auch deutlich länger als nach nur zwei Impfungen“, so der Virologe weiter.

Drittimpfungen beginnen

In Schleswig-Holstein beginnen im Blick auf die dunkle Jahreszeit und neue Mutationen nun bereits die Auffrischungsimpfungen. Eine dritte (Booster-)Impfung ist neben Menschen über 60 mit bereits Anfang des Jahres erlangtem Impf-Status auch für Bewohner von Pflegeheimen, Pflegekräfte, medizinisches Personal sowie Vorerkrankte möglich.

Heute wollten wir von Ihnen wissen: Fürchten Sie sich trotz Impfung vor einer Covid-19 Erkrankung? Bis 17 Uhr stimmten 504 Leser und Leserinnen ab. 52 Prozent schließen eine Infektion trotz Impfung nicht aus und sind deshalb beunruhigt. 44 Prozent halten das Risiko hingen für äußerst gering und machen sich daher wenig Sorgen. Die restlichen vier Prozent haben keine Präferenz.

Endstand der Umfrage um 17 Uhr.
shz
Endstand der Umfrage um 17 Uhr.

Mehr zum Thema:

Auffrischung für Ärzte und Pfleger – Imland-Klinik bereitet dritte Impfung vor
Booster-Impfung im Herbst? Drosten rät nur einer Teilgruppe zu
Was bedeuten Impfdurchbrüche?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert