Neumünster : 72-jähriger Sextäter muss wieder ins Gefängnis

Er versteckt sein Gesicht hinter einem Aktenordner: der Sextäter aus Neumünster muss wieder hinter Gitter. Foto: dpa
Er versteckt sein Gesicht hinter einem Aktenordner: der Sextäter aus Neumünster muss wieder hinter Gitter. Foto: dpa

Der verurteilte Sextäter aus Neumünster muss wieder in Haft. Er hatte sich trotz strenger Auflagen immer wieder Kindern genähert - und die Stadt in Aufruhr versetzt.

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10. Februar 2013, 10:48 Uhr

Neumünster | Das Kieler Landgericht hat am Freitag einen 72 Jahre alten Rentner aus Neumünster wegen Verstoßes gegen die Führungsaufsicht zu acht Monaten Haft verurteilt.
Die Kammer ging damit in der Berufungsverhandlung über das Strafmaß des Urteils in erster Instanz hinaus. Das Amtsgericht Neumünster hatte den früheren Bankkaufmann im August 2012 zu vier Monaten Haft verurteilt. Der 72-Jährige hatte sich trotz richterlichen Verbotes wieder Kindern und Jugendlichen genähert. Der Mann verbüßte bereits wegen Kindesmissbrauchs in 99 Fällen neun Jahre Haft. Er wird von der Polizei überwacht und muss eine Fußfessel tragen.
Der Pädophile sorgte immer wieder für Proteste wütender Eltern, nachdem er nach Neumünster gezogen war. Das Landgericht Koblenz hatte dem Mann untersagt, "mit Minderjährigen in der Art zu verkehren, die über das im Alltag übliche Maß hinausgeht (zum Beispiel Begegnungen im Supermarkt, Schwimmbad, Volksfest)" - so der Wortlaut. Der Rentner hat bereits in einem anderen Bundesland wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern mehrere Jahre im Gefängnis gesessen.

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