Lübeck : 60 Sprengkörper auf Baustelle entdeckt

Baustelle gesperrt - die Arbeiten einer Erweiterung des Berufsschulzentrums dauern länger. Foto: rtn/hl-live
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Baustelle gesperrt - die Arbeiten einer Erweiterung des Berufsschulzentrums dauern länger. Foto: rtn/hl-live

Baustelle auf einem Minenfeld: Arbeiter sind in Lübeck auf 60 Minen gestoßen. Jetzt stehen die Maschinen still - für mindestens einen Monat.

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09. März 2011, 10:35 Uhr

Auf dem Gelände für den Erweiterungsbau des Berufsschulzentrums (BSZ) Kerschensteiner Straße in Lübeck sind in den vergangenen Wochen bislang mehr als 60 Minen ohne Zündvorrichtung gefunden worden. Dort wird im Zuge der Berufschulentwicklung derzeit der Neubau eines Berufsschulgebäudes am Rande der alten stillgelegten Deponie Lohmühle erstellt.
Nun müssen die Arbeiten vorerst ruhen - mit einem Monat Bauverzögerung rechnen die Verantwortlichen. Seit Mitte 2010 wurde der Boden auf mögliche Kampfmittel untersucht. Bei 200 Bohrungen wurde eine Schützenmine ohne Zündeinrichtung gefunden, geborgen und entsorgt. "Durch die Vielzahl der Vorbohrungen konnte nicht von einer weiteren größeren Kampfstoffbelastung des unmittelbaren Baufeldes ausgegangen werden", heißt es in einer Mitteilung der Stadt Lübeck. So begannen die Bauarbeiten. Bei den Erdarbeiten für das Verlegen von Leitungen stießen Arbeiter seit Januar nun auf weitere Munition.
Die Stadtverwaltung vermutet, dass in der Nachkriegszeit die Kampfmittel auf dem Deponiegelände eingelagert oder entsorgt wurden. Wie teuer das Räumen und der Bauverzug werden, ist noch nicht bekannt.
(shz)

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