Lübeck : 40 Beteiligten: Massenschlägerei außer Kontrolle

Am Freitag ist ein Streit zwischen verfeindeten Gruppen in Lübeck außer Kontrolle geraten: 40 Menschen prügelten sich vor den Augen der Polizei.

Avatar_shz von
29. Juli 2012, 02:49 Uhr

Lübeck | Zwei rivalisierende Gruppen sind in Lübeck aneinander geraten - zeitweise prügelten sich 40 Personen und ließen sich auch von der Polizei kaum stoppen. Über Notruf hatten mehrere Anrufer gegen 0.45 Uhr mitgeteilt, dass es im Bereich der Stargardstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Gruppen südländischer Herkunft komme. Dabei sollten auch Messer, Baseballschläger und Schlagringe eingesetzt werden.
Beim Eintreffen der ersten Funkstreifenwagen war nur noch eine zirka 20-köpfige Gruppe vor Ort. Weitere Beteiligte flüchteten zunächst über die Grundsstücke und Grünflächen. Diese kehrten allerdings zügig wieder zurück, so dass sich über 40 Personen auf dem Straßenbereich sammelten.
Gut 70 Beamte im Einsatz
Trotz der Anwesenheit der ersten Polizeikräfte entwickelte sich nach einem Streitgespräch eine Auseinandersetzung, welche dazu führte, dass sich eine nicht zu überblinkende Personengruppe erneut schlug.
Weitere Polizeikräfte wurden hinzugeholt. Gut 70 Beamte kamen zum Einsatz: Fünfzehn Streifenwagenbesetzungen, eine Einsatzgruppe der Bereitschaftspolizei und ein Einsatzzug der Bundespolizei. So gelang es, die beiden Personengruppen zu trennen. Insgesamt wurden 14 Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren aus Lübeck, Eutin, Gießen und Offenbach zur Beruhigung der Lage in Gewahrsam genommen.
Provokante Gesten lösten Streit aus
Nach ersten Befragungen und Ermittlungen schwelt bereits seit zwei Jahren ein Streit zwischen den beiden Gruppierungen. Über soziale Netzwerke wusste man die Wohnanschriften.
Am Donnerstagabend war es gegen 21.30 Uhr auf dem Parkplatz "Leuchtenfeld" nach einigen provokanten Gesten zu einer körperlichen Auseinandersetzung unter fünf Beteiligten gekommen. Bei der Rückkehr wurden die in St. Lorenz Nord wohnenden bereits "erwartet" und es kam zu den nächtlichen Auseinandersetzungen.
Polizeibeamte wurden nicht verletzt. "Über Verletzungen der Beteiligten liegen keine Erkenntnisse vor", teilt dien Polizei mit. "Die über Notruf mitgeteilten Schlagwerkzeuge wurden nicht vorgefunden."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen