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Flugplatz Hartenholm : 30 Jahre nach legendärem „Werner“-Rennen: „Brösel“ und „Holgi“ wollen erneut antreten

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Noch sind keine Verträge unterschrieben - aber die Idee steht im Raum. Schauplatz könnte wieder der Flugplatz Hartenholm werden.

Hartenholm | Das Rennen auf dem Flugplatz von Hartenholm (Kreis Segeberg) wurde berühmt - auch dank der chaotischen Umstände: In dem legendären Rennen von 1988 trat „Werner“-Erfinder Rötger „Brösel“ Feldmann auf einem selbstgebauten Motorrad gegen seinen Freund und Manager Holger „Holgi“ Henze im roten Porsche an. Nach nur 20 Sekunden war das Rennen vorbei, Henze gewann deutlich. Spektakulär war jedoch das Rahmenprogramm: Um das Rennen herum wurde ein dreitägiges Festival mit Stunt-Shows, Konzerten und Zirkusvorführungen aufgezogen. 200.000 Besucher sorgten für massive Staus auf der A7 und der B206, auf dem überfüllten Veranstaltungsgelände herrschte Chaos.

In Schleswig-Holstein sind „Werner“ und sein „Vater“ Brösel Kult. Hobbyschrauber bauen den legendären Wurstblinker aus dem ersten Film „Werner-Beinhart“ nach. Szenen wie diese aus „Werner - Beinhart“ von 1990 sind Klassiker - und Zitatgeber für den Alltag.

Nun, fast 30 Jahre später, ist eine Neuauflage der Veranstaltung geplant. Der Chef des Flugplatzes, Massoud Abdzadeh, bestätigte auf Anfrage von shz.de, dass die Idee über eine Neuauflage des Rennens im Raum steht - konkreter wollte er jedoch noch nicht werden. „Tausende Fragen müssen beantwortet werden“, erklärte er. Verträge seien noch nicht unterschrieben. Gegenüber den Kieler Nachrichten hat Holger Henze ebenfalls bestätigt, dass er wieder gegen „Brösel“ antreten will. Er sei sich sicher, die Neuauflage des Rennens wieder zu gewinnen.

Bereits im Jahr 2004 waren die Freunde in einem erneuten Rennen am Lausitzring in Brandenburg gegeneinander angetreten - auch damals gewann Henze im Porsche.

Auf dem „Red-Porsche-Killer, einer viermotorigen Horex, trat „Brösel“ 1988 in Hartenholm gegen „Holgi“ an.
Auf dem „Red-Porsche-Killer, einer viermotorigen Horex, trat „Brösel“ 1988 in Hartenholm gegen „Holgi“ an. Foto: sh:z-Archiv
 

Die beiden kennen sich schon lange: Eine wichtige Station in Brösels Leben ist die Kneipe „Club 68“. Deren Inhaber Henze nahm sich dem bis dato arbeitslosen Zeichner an und motivierte ihn in den 1970er Jahren, Comics im Satiremagazin „Pardon“ und im Kieler Stadtmagazin zu veröffentlichen. Später fungierte Henze als Brösels Manager. In den Werner-Comics taucht er als „Porsche-Fahrer Holgi“ auf.

Auf dieser Karte sehen Sie, wo in SH der „Werner“-Erfinder seine Spuren hinterlassen hat:

 
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<p>Anna-Kathrin Gellner</p> von
erstellt am 06.Apr.2017 | 12:38 Uhr

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