SG Flensburg-Handewitt : 30:30 - Aus der Traum für die SG?

Kein Durchkommen: Horak (Nr. 28) und Anusic (r.) stoppen den SGer Knudsen. Foto: Staudt
Kein Durchkommen: Horak (Nr. 28) und Anusic (r.) stoppen den SGer Knudsen. Foto: Staudt

Die SG Flensburg-Handewitt kam gegen FA Göppingen zu einem glücklichen 30:30 (15:18) und hat nun zwei Minuspunkte mehr auf dem Konto als der THW Kiel.

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13. April 2008, 06:32 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt hat einen neuen Angstgegner: Frisch Auf Göppingen. Nach dem 29:31 im vergangenen November kam die Mannschaft von Kent-Harry Andersson gestern vor 6149 Zuschauern in der Campushalle gegen die Süddeutschen nicht über ein 30:30 (15:18) hinaus, konnte am Ende sogar froh sein, wenigstens noch einen Zähler geholt zu haben. "Wir müssen zufrieden sein mit diesem einen Punkt", gestand der SG-Trainer. "Schließlich waren wir fast das ganze Spiel unten."
Mit dem Remis gegen den ersten deutschen Europacup-Sieger haben die Flensburger im Titelduell mit dem THW Kiel einen wichtigen Zähler eingebüßt. Zwar hat die SG noch die bessere Tordifferenz, aber bereits zwei Minuspunkte mehr als der Erzrivale aus der Landeshauptstadt. SG-Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen glaubt aber weiter an die Chance für die SG: "Wir haben ein Ziel, das heißt deutsche Meisterschaft, wir müssen nur daran glauben."
"Die Einstellung hat nicht gestimmt"
Die SG hinterließ gegen Göppingen allerdings nicht den Eindruck, als ginge es um den Titel. Besonders vor der Pause spielten die Gastgeber leidenschafts- und emotionslos gegen eine Göppinger Mannschaft mit einer starken 6:0-Defensive und viel Geduld im Angriff. Die Folge: Nach dem 6:6 (12. Minute) lief der Champions League-Finalist der vergangenen Saison bis zur 40. Minute teilweise einem Fünf-Tore-Rückstand nach. Als Lars Christiansen zum 20:20 traf und Alexander Petersson in der 44. Minute mit dem 22:21 die SG erstmals wieder in Führung brachte, schien eine Wende möglich. Doch in den nächsten Minuten agierten die Flensburger wieder kopflos und gerieten erneut mit 25:28 (56.) ins Hintertreffen.
Dass bis zum Schlusspfiff wenigstens noch der 30:30-Ausgleich gelang, hatte die SG in erster Linie einem in der zweiten Hälfte starken Marcin Lijewski und dem sicheren Siebenmetschützen Lars Christiansen zu verdanken. "Wir waren heute von Beginn an nicht richtig da", meinte Kent-Harry Andersson. "Die Einstellung hat nicht gestimmt." Eine Erklärung, warum nicht, hatte der Schwede aber nicht.
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan (ab 53. Minute) - Lackovic (2), Nielsen (1), Eggert (2), Mogensen (4), Holmgeirsson (n.e.), Jensen, Christiansen (7/3), Vranjes (2), Johannsen, Lijewski (8), Petersson (4), Knudsen.
FA Göppingen: Galia, Shejbal (n.e.) - Schweikardt (8/7), Oprea (4), Thiede (4), Schöne (2), Späth (2), Baiceanu, Anusic, Garcia (2), Manojlovic (5), Horak (3), Harsanyi (n.e.).
Schiedsrichter: Lemme/Ulrich (Magdeburg).
Zeitstrafen: 2:6. - Siebenmeter: 5:7.
Zuschauer: 6149.

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