Radarkontrolle vor Rader Hochbrücke : 30.000 Euro in sieben Stunden eingenommen

Radarkontrollen vor der Rader Hochbrücke in Richtung Süden rechnen sich für die Polizei – obwohl mit Verkehrsschildern darauf hingewiesen wird.
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Radarkontrollen vor der Rader Hochbrücke in Richtung Süden rechnen sich für die Polizei – obwohl mit Verkehrsschildern darauf hingewiesen wird.

Nicht nur beim bundesweiten Blitz-Marathon hat die Polizei an der Rader Hochbrücke teure Fotos gemacht. Auch gestern standen die Beamten wieder am Rastplatz Hüttener Berge – ein lukrativer Standort.

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24. Oktober 2013, 12:24 Uhr

Büdelsdorf | Von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr hatte die Polizei Neumünster gestern an der Raststätte Hüttener Berge West ihre Radarfalle aufgebaut. In diesen sieben Stunden war jeder achte Autofahrer in Richtung Süden schneller als erlaubt unterwegs. Wegen der Teilsperrung der Rader Hochbrücke ist die Geschwindigkeit auf der A7 in dem Bereich auf 60 Stundenkilometer beschränkt. Die Spitzenreiterin war eine 33 Jahre alte Frau aus Hamburg, die mit ihrem VW Golf mit 149 km/h geblitzt wurde. „Die junge Frau erwartet jetzt ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, ein Fahrverbot von drei Monaten und vier Punkte in Flensburg“, zählt Polizeisprecher Sönke Hinrichs die Konsequenzen auf.

Unter den geblitzten Autofahrern kamen 72 nicht aus Deutschland. Ihnen nahmen die Beamten vor Ort insgesamt 30.000 Euro Sicherheitsleistungen ab. Häufig werden die ausländischen Fahrer an der Kontrollstelle vor der Rader Hochbrücke gestoppt. Dort überwachen Polizisten, dass sich Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen an das Fahrverbot über die Brücke halten. Deshalb ist auch die Geschwindigkeit reduziert.

Wegen der hohen Zahl derer, die zu schnell fahren, will die Polizei ihre Geschwindigkeitskontrollen fortsetzen. Laut Hinrichs lag die Quote der gestern erwischten Raser bei zwölf Prozent. Beim deutschlandweiten Blitz-Marathon am 10. und 11. Oktober waren es lediglich sechs Prozent.

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