Instrument des Jahres : 2015 wird das Jahr des Horns

Das Horn ist das Instrument des Jahres 2015. 
Hier zu sehen: „Das Lübecker Hornquartett “
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Das Horn ist das Instrument des Jahres 2015. Hier zu sehen: „Das Lübecker Hornquartett “

Um die Aufmerksamkeit auf besondere Instrumente zu lenken, hat der Landesmusikrat Schleswig-Holstein das Projekt „Instrument des Jahres“ ins Leben gerufen. shz.de zeigt, welche Instrumente bisher im Mittelpunkt standen.

shz.de von
07. Januar 2015, 13:36 Uhr

Das Projekt „Instrument des Jahres“ wurde 2008 vom Landesmusikrat Schleswig-Holstein ins Leben gerufen. „Es lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Vielfalt musikalischen Tuns in unserem Land und fokussiert den Blick jeweils auf ein Instrument und die Buntheit seiner Ausdruckformen“, schreibt Dr. Klaus Volker Mader, Präsident des Landesmusikrats Schleswig-Holstein in der Projektbeschreibung 2008.

Dieses Jahr steht ganz unter dem Zeichen des Horns:

In der Begründung heißt es: „Warum ist das Horn ein göttliches Instrument? – Ein Mensch bläst zwar hinein, aber Gott allein weiß, was herauskommt.“ Das sensible Klangerzeugnis des Horns ist vielleicht genau der Grund, warum Hornisten ihr Instrument lieben.

shz.de zeigt die acht Instrumente, die seit 2008 im Mittelpunkt der Musiker-Szene standen:

2008 das Jahr der Klarinette

Begonnen hat alles 2008 mit der Klarinette. Der Grund für die Wahl war der facettenreiche Einsatzbereich des Instrumentes, die sowohl in der E-Musik, als auch in der alpenländischen Volksmusik, sowie im Swing, Jazz und in der modernen Worldmusic zum Einsatz kommt.

„Da die Klarinette das Instrument des Jahres 2008 ist, bin ich natürlich gerne dabei. Es ist mir ein Anliegen, gute Musik zu fördern, interessierten und gerade auch jungen Menschen die vielfältigen Möglichkeiten der Klarinette näher zu bringen und sie die spannende Welt der Musik erleben zu lassen“, wird die weltweit berühmte Klarinetten-Solistin Sabine Meyer auf der Seite „Instrument des Jahres 2008“ zitiert, die 2008 die Schirmherrin des Projektes war.

2009 das Jahr der Trompete

Ein Blechinstrument hatte 2009 seinen großen Auftritt. Die Trompete war dank der ebenfalls großen Einsatzmöglichkeit ein würdiges Instrument des Jahres. Der Trompeter Matthias Höfs war der Schirmherr der Trompete.

„Die Faszination der Trompete begleitet mich seit meinem 6. Lebensjahr. Gern möchte ich diese mit immer mehr Trompetenfans teilen. Ich freue mich auf begeisternde Begegnungen und Events mit der ganzen Vielfalt des glänzenden Blechs rund um das ‚Instrument des Jahres’“, wird Matthias Höfs auf der Seite „Instrument des Jahres 2009“ zitiert.

2010 das Jahr des Kontrabasses

Wie man den Kontrabass spielt, hängt von der Musikrichtung ab:

2010 wurde es groß: Auch der Kontrabass wurde dank seiner ausgesprochen vielfältigen Einsatzgebiete wie zum Beispiel im Jazz, Orchester, Rockmusik und Folk, zu einem großartigen Instrument des Jahres. Mit dem Musiker Jörg Linowitzki gewann der große Bruder der Geige einen großartigen Schirmherrn.

„Im Orchester, in der Kammermusik, im Jazz - der Kontrabass ist das Fundament der Klänge und begeistert alle!“ wird Jörg Linowitzki auf der Seite „Instrument des Jahres 2010“ zitiert.

2011 das Jahr der Posaune

Der Farbenreiche Klang der Posaune, der von den tiefsten Tonräumen bis hin zu beträchtlichen Höhen kommt, setzte 2011 das Blechinstrument auf den Thron der Instrumente. Ob Jazz, Blasmusik oder moderne Musik, die Posaune ist nicht zu unterschätzen.

Für Schleswig-Holstein war Nils Landgren, Jazzposaunist und laut 3-Sat „eine der prägendsten Jazz-Größen in Deutschland“ der Schirmherr.

Im Jahr 2011 wurde das Projekt „Instrument des Jahres 2011“ von dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein und dem Landesmusikrat Berlin betreut.

2012 das Jahr des Fagotts

Der Bass unter den Holzblasinstrumenten, das Fagott, wurde 2012 in den Mittelpunkt der Instrumente geschoben. Das Instrument, welches meist in den hinteren Rängen eines Orchesters zu entdecken ist, sollte in diesem Jahr sicht- und hörbar gemacht werden.

Der gemeinsame Schirmherr des Projektes war Klaus Thunemann, einer der renommiertesten Fagottisten überhaupt.

Im Jahr 2012 wurde das Projekt „Instrument des Jahres 2012“ von dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein und dem Landesmusikrat Berlin betreut.

2013 das Jahr der Gitarre

Das Zupfinstrument Gitarre ist überall präsent, seit 2013 auch in der Liste der Instrumente des Jahres. 2013 schaffte das Instrument, welches nicht mehr wegzudenken ist aus der Musik-Szene, den Sprung auf den Thron.

Als Schirmherr wurde der berühmte Gitarrist Dieter Kreidler gewonnen: „Als Solo-, Ensemble- und Begleitinstrument im klassischen Bereich und der Folklore, als E-Gitarre im Rock-Pop-Jazzbereich, oder als unverzichtbares Instrument der Liedermacher und Songwriter - überall ist die Gitarre präsent", wird der Musiker Dieter Kreidler auf „Instrument des Jahres 2013“ zitiert.

2014 das Jahr der Bratsche

Mehr Aufmerksamkeit sollte 2014 auf die Bratsche, auch Viola genannt, gelenkt werden. Das Instrument, welches selten im Rampenlicht steht, ist nicht mehr aus der Kammermusik und dem Orchester wegzudenken. Im 19. Jahrhundert wurde die Bratsche schließlich als Soloinstrument entdeckt. Sie ähnelt sehr einer Violine, doch sind die Proportionen etwas anders und der klang tiefer.

Auch der Schirmherr dieses Instrumentes, der Bratschist Nils Mönkemeyer, weiß die Werte der Bratsche zu schätzen „Die Bratsche kann alles. Sie hat jenen warmen, dunklen Ton, der die brilliante Farbe der Violinen mit der Tiefe der Bässe versöhnt. Sie ist meine innere Stimme.“

2015 das Jahr des Horns

Dem Horn einen sauberen Klang zu entlocken, ist nicht so leicht. Und doch ist der warme Klang des gewundenen Rohrs sehr schön anzuhören.

Als Schirmherr des Horns wurde der mehrfach ausgezeichnete Hornist Jens Plücker dazugeholt. „Das Horn ist die Verbindung zwischen allen Instrumenten im Orchester. Mit seinem Tonumfang von fast viereinhalb Oktaven kann es mit jeder Instrumentengruppe mitspielen. Durch die einzigartige Fülle an Obertönen passt es auch klanglich in jede Farbe, die ein Orchester hervorbringt.“

 
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