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Inventur in SH und Niedersachsen : 1, 2, 3,..., 40.000: In der Nordsee werden die Seehunde gezählt

vom

Am Donnerstag geht er in die Luft: Kai Abt ist Seehund-Zähler. Um alle Tiere zu finden, braucht er ein Flugzeug.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Husum/Norddeich | An der Nordseeküste werden wieder Seehunde gezählt. Für die Inventur gehen Deutschlands Robben-Zähler jeden Sommer mehrfach in die Luft. Die ersten Flugzeuge starten am Donnerstag, im August ist der letzte Zählflug geplant. In Schleswig-Holstein organisiert der Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) die Zählung.

Das Zählgebiet des Schleswig-Holsteiner Biologen Kai Abt erstreckt sich von der Elbmündung bis zur Insel Sylt. Hier leben knapp 40 Prozent der Seehunde des gesamten Wattenmeeres, erzählt er. Um die Ruheplätze der Seehunde in einem Rutsch zu erreichen, muss Kai Abt einen 600 Kilometer langen Zickzack-Kurs über dem Watt abfliegen. Dabei fotografiert er das abgeflogene Gebiet. Zurück am Boden kann er dann die Tiere auf den Fotos punktgenau zählen.

Niedersachsens Seehundzähler haben langsamere Maschinen als der Schleswig-Holsteiner Kai Abt. So können sie die Tiere direkt aus der Luft ohne Fotos zählen. Das klappt sogar zwischen Juist und Borkum, wo mit bis zu 900 Tieren das größte Rudel Europas lebt. Zwar müssen sie etliche Schleifen ziehen, bis sie fertig gezählt haben. Doch dann wissen sie sogar, wie viele Jungtiere in dem Rudel sind.

Nach Angaben des „Gemeinsamen Wattenmeersekretariats“ in Wilhelmshaven (CWSS) wird der Seehundbestand im Gebiet zwischen dem niederländischen Den Helder bis zum dänischen Esbjerg seit mehr als 25 Jahren erfasst. In der gesamten Region leben rund 40.000 Seehunde.

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