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Schleswig-Holstein

23. Oktober 2017 | 19:50 Uhr

Ostseeman: Erste Zeugen melden sich

vom

Hergang des schweren Unfalls in Glücksburg unklar / Passant lebensbedrohlich verletzt

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Glücksburg | Wegen des schweren Unfalls während des Ostseeman-Triathlons haben sich bereits diverse Zeugen bei der Polizei gemeldet. Das teilte Lennart Koch, Leiter der Polizeistation Glücksburg, gestern mit. Am Sonntag war gegen 14 Uhr auf der Halbinsel Holnis der Polizei zufolge ein Radfahrer in eine Passantengruppe gefahren, die am rechten Fahrbahnrand unterwegs war.

Dabei hat sich einer der Passanten lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen, wie aus mehreren Quellen zu erfahren war. Bei dem 20-Jährigen soll es sich um einen Urlauber aus Süddeutschland handeln. "Er ist in einem gut versorgten, aber lebensbedrohlich-kritischen Zustand mit dem Hubschrauber in eine Flensburger Klinik geflogen worden", berichtete Dr. Lothar von Rosen, Leiter des Sanitätszentrums der Bundeswehr und medizinischer Einsatzleiter des Wettkampfs. Der Mann habe die Ersthelfer maximal beschäftigt, umschrieb der Allgemeinmediziner das Maß der Verletzungen. Der Urlauber war zusammen mit einer Person im Rollstuhl und zwei Betreuern unterwegs.

Verletzt hat sich auch der Radfahrer bei dem Unfall. Der 44 Jahre alte Nordfriese war als Staffelmitglied angetreten. Er kam zur medizinischen Versorgung mit dem Rettungswagen in ein Flensburger Krankenhaus. Bei dem Unfall zog er sich ein Schädelhirntrauma, Prellungen und Knochenbrüche zu. Er verließ am Sonntag die Klinik. Der Sportler hat einen Anwalt eingeschaltet.

Sperrung für den Hubschrauber


Die Erstversorgung am Unfallort übernahmen Sanitäter der Bundeswehr, Johanniter aus Schleswig und Mitarbeiter des DRK Glücksburg-Sterup. Den Notarzt stellte die Bundeswehr. "Die Zusammenarbeit verlief absolut reibungslos", lobte von Rosen die Ersthelfer.

Es sei in all den Jahren der bisher schwerste Unfall, äußerte der Einsatzleiter, was Rennleiter Reinhard Husen bestätigte. Für die Landung des Hubschraubers sei die Umgehungsstraße auf Holnis am Ziegeleiweg für vermutlich zehn Minuten gesperrt worden, berichtete Husen. Er selbst sei nicht vor Ort gewesen.

Da der Unfallhergang nicht klar war, forderte die Polizei über die Leitstelle einen Sachverständigen an. Die Staatsanwaltschaft sei dem Wunsch jedoch nicht nachgekommen, sagte Koch gestern. Bis zu dem Zeitpunkt hatte der Hauptkommissar noch mit keinem der Verletzten sprechen können. Koch: "Wir müssen in alle Richtungen ermitteln."

Die Teilnehmer des Ostseeman bewegen sich mit ihren Rennrädern im öffentlichen Verkehr. Während im Ort selbst einige Straßen geteilt werden und Radfahrer die eine, Servicefahrzeuge und Anlieger die andere Seite befahren, gibt es auf der Umgehungsstraße Holnis keine solche Trennung. Drei Streckenposten der Veranstaltung stehen laut Rennleiter am Wendehammer Holnisspitze, bis zur Kreuzung Ziegeleiweg keiner mehr.

Der Triathlet Ulf Henning hält das Streckenkonzept des Ostseeman für einwandfrei. Der Flensburger hat bereits mehrmals den Glücksburger Triathlon bestritten und ist auch Sonntag zufrieden gewesen: "Ich fühlte mich zu jedem Zeitpunkt sicher. Mich hat niemand behindert."

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