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Militärübung mit Russland : Ostsee: Drei chinesische Kriegsschiffe in dänischen Gewässern

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Dies sei eine neue Stufe der Eskalation im Konflikt mit der Nato, sagt ein dänischer Wissenschaftler.

Nordschleswig | Drei chinesische Kriegsschiffe haben am Mittwoch dänische Gewässer durchfahren, um in der Ostsee an einer gemeinsamen Militärübung mit Russland teilzunehmen.

Dies sei eine neue Stufe der Eskalation des Konflikts zwischen der Nato und Russland, meint Flemming Splidsboel Hansen, Forscher am Dänischen Institut für Internationale Studien.

„Meines Wissens nach, ist dies die erste Übung, die Russland und China in der Ostsee abhalten. Sie ist zwar nicht die erste gemeinsame Marine-Übung überhaupt, aber sie hat einen aggressiveren Ton als andere“, so Hansen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Das russische Militär hat in der Vergangenheit bereits im Südchinesischen Meer mit gemeinsam mit chinesischen Einheiten geübt, dort allerdings nie an offensiven Manövern teilgenommen, die beispielsweise einen Angriff auf Taiwan simuliert haben. Doch nun sei zu erkennen, dass die beiden Staaten sich auch in den Konfliktgebieten des jeweils anderen engagieren würden, schildert der Forscher.

Die Ostsee spielt aus geopolitischer Sicht für Russland und die Nato eine entscheidende Rolle. Die gemeinsame Übung wird als Reaktion auf die Stationierung von Nato-Truppen im Baltikum gesehen.

Das Verhältnis zwischen der Nato auf der einen und Russland und China auf der anderen Seite ist angespannt, weil letztere aus Sicht der Nato dabei sind, den Einfluss in ihren Regionen zu erhöhen.

Doch der Forscher glaubt nicht daran, dass der Interessenkonflikt so groß werden kann, dass eine reale militärische Konfrontation zu befürchten ist. „Wenn ich nachts schlecht schlafe, liegt dies nicht an der Angst vor russischen Raketen. Als die Türkei 2015 ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen hatte, war die Befürchtung groß, dass dies einen Krieg auslösen könnte – doch beide Seiten konnten sich besinnen. Deshalb glaube ich nicht, dass es zu einem heißen Krieg kommen wird, aber es ist ein kalter Krieg“, sagt Flemming Splidsboel Hansen.

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erstellt am 19.Jul.2017 | 16:06 Uhr

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