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Wahllokale geschlossen : Olympia-Referendum in Hamburg und Kiel zu Ende

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Bis 18 Uhr konnten die Menschen in der Hansestadt über die geplante Olympia-Bewerbung Hamburgs entscheiden, in Kiel geht es um die Segelwettbewerbe.

Hamburg/Kiel | Die Hamburger und Kieler haben über die deutsche Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 abgestimmt. Vor Schließung der Wahllokale um 18 Uhr hatte sich am Sonntag eine rege Beteiligung abgezeichnet. Alle aktuellen Ergebnisse mit Infografiken lesen Sie hier.

Die Auszählung soll unmittelbar nach Schließung der Wahllokale beginnen. Mit einer ersten Tendenz wird für 20 Uhr gerechnet. Ein vorläufiges Endergebnis wird spätestens für 22.00 Uhr erwartet.

Die Wahlbeteiligung für das Olympia Referendum in Kiel ist vergleichsweise gering. Bis 17.30 Uhr hatten 30,67 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bis 14 Uhr waren es 17,03 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Europawahl 2014 waren es bis 14 Uhr 23,3 Prozent.

Anders in Hamburg. Bei dem Referendum über eine Hamburger Olympia-Bewerbung zeichnet sich eine größere Beteiligung ab. Bis 13 Uhr hatten nach Angaben des Landeswahlamtes insgesamt 595.549 Menschen abgestimmt - die meisten per Briefwahl. 26.065 suchten die Wahllokale auf. Insgesamt betrage die Beteiligung an der Abstimmung zu diesem Zeitpunkt 45,6 Prozent, sagte Oliver Rudolf vom Landeswahlamt. Zum Vergleich: Bei dem Volksentscheid zur Schulreform in Hamburg 2010 hatte es mit 492.094 Abstimmungsteilnehmern insgesamt eine Beteiligung von 39,3, Prozent gegeben.

shz.de hält Sie ab 18 Uhr mit den aktuellen Zwischenständen auf dem Laufenden.

Seit 8 Uhr sind am Sonntag in der Hansestadt sowie in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt die Abstimmungslokale geöffnet. Die Auszählung der Stimmen beginnt nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr. Ein vorläufiges Endergebnis wird spätestens für 22 Uhr erwartet.

Auf das amtliche Endergebnis des Olympia-Referendums in Hamburg müssen Befürworter und Gegner noch etwas warten. Zwar wollte Landeswahlleiter Willi Beiß am Sonntagabend ein Ergebnis bekanntgeben. Doch dieses ist nur vorläufig. Bis Donnerstag soll nachgeprüft werden, ob die per Briefwahl und in den Abstimmungsstellen persönlich abgegeben Stimmen korrekt ausgezählt wurden. Am 15. Dezember stellt der Senat dann das endgültige Ergebnis des Referendums offiziell fest.

Sowohl beim Referendum in Hamburg als auch beim Bürgerentscheid in Kiel, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, sehen Umfragen eine Mehrheit für die Olympia-Bewerbung. In der Hansestadt sind rund 1,3 Millionen Bürger abstimmungsberechtigt.

Um das Olympia-Referendum im Sinne der Befürworter zu entscheiden, müssen sie zum einen eine Mehrheit haben und zum anderen mindestens 20 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. In Kiel, wo fast 200.000 Menschen mitmachen können, müssen mindestens acht Prozent der Wahlberechtigten Ja sagen, um die Segel-Bewerbung möglich zu machen.

Sowohl in Kiel als auch in Hamburg gibt es eine wachsende Zahl an Olympia-Gegnern, wobei sie in der Hansestadt stärker vertreten sind. Sie befürchten unter anderem steigende Mieten und soziale Ausgrenzung und beklagen einen Missbrauch der Olympischen Idee durch Konzerne.

Im Zentrum der Kritik steht jedoch die Finanzierungsfrage. Hamburgs Senat hat für die öffentliche Hand Kosten von rund 7,4 Milliarden Euro veranschlagt, von denen die Hansestadt maximal 1,2 Milliarden Euro übernehmen will. Den Rest soll der Bund finanzieren. Eine Zusage steht jedoch weiter aus.

Neben Hamburg und dem Segel-Partner Kiel wollen sich Budapest, Paris, Rom und Los Angeles um die Spiele in neun Jahren bewerben. Die Entscheidung fällt das IOC 2017 in Lima (Peru).

Offene Fragen zu dem Referendum und der möglichen Bewerbung beantwortet shz.de hier.

Falls Sie sich noch nicht entschieden haben, wie Sie abstimmen, hilft Ihnen unser Test.

 

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erstellt am 29.Nov.2015 | 18:04 Uhr

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