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Poetry Slam : „Oh Friesennerz“: Mona Harry liebt den echten Norden jetzt auch offiziell

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Aus der Onlineredaktion

Liebeserklärung an den Norden: Poetry Slammer Mona Harry und Björn Högsdal dichten im Duett in einem Web-Video des Kieler Wirtschaftsministeriums.

Sie begeisterte das Netz im November mit ihrer Liebeserklärung an ihre norddeutsche Heimat: Das Video von Mona Harrys Auftritt bei einem Poetry Slam im bayrischen Deggendorf traf den Nerv vieler Internetnutzer. Tausende teilten den Clip in den sozialen Netzwerken. Zu ihren größten Fans gehört offenbar die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit im Kieler Wirtschaftsministerium. Sie veröffentlicht nun zum Jahreswechsel eine neue Video-Version des Gedichts der Hamburger Studentin - ergänzt durch Texte des Kieler Slammers Björn Högsdal, der Mona Harry auch als Agent vertritt.

„Oh Friesennerz, oh Gummistiefel“: Der Text von Mona Harry spielt mit den Klischees über Schleswig-Holstein und seine Bewohner. Ihre Verse trägt die Dichterin auch in dem neuen Video vor, während Björn Högsdal gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte ergänzt.

Im November hatte das Kieler Wirtschaftsministerium dazu beigetragen, dass der Auftritt der Studentin im Netz bekannt wurde: Die Presseabteilung teilte den Clip auf ihrem Youtube-Kanal. Mona Harrys Dichtung passe hervorragend zur Schleswig-Holsteinischen Imagekampagne „Der echte Norden“, sagte Sprecher Harald Haase dazu gegenüber dem sh:z. Diesen Gedanken verfolgt das Ministerium nun mit dem eigenen Video zum Jahreswechsel weiter. Und wieder teilen die Fans kräftig das Video: Bei Facebook hatte der Clip binnen 24 Stunden über 80.000 Aufrufe und wurde 1200 mal geteilt.

"Jede Gegend dieser Welt kann was, wir können Wasser!"Wir haben die Slam-Poeten Mona Harry und Björn Högsdal auf dem...

Posted by Schleswig-Holstein.de on  Sonntag, 27. Dezember 2015

 

Björn Högsdal, Poetry-Slam-Urgestein aus Kiel, geht in seinen Passagen direkt auf den Slogan ein und nimmt auch Bezug auf die Debatte darüber. An der Kampagne aus Kiel hatte es im vergangenen Sommer reichlich Kritik gegeben - unter anderem aus Niedersachsen und Bremen, wo man sich offenbar nicht weniger „echt“ norddeutsch fühlt. Niemand sei besser oder schlechter, sagt Högsdal dazu. Aber im Gegensatz zu den „süddeutschen“ Städten Hannover und Bremen sei der Norden in Schleswig-Holstein eben etwas echter.

Dem Videoclip, der am Strand in Kiel gedreht wurde, ist auf der Internetseite des Ministeriums auch ein Video eines Interviews der beiden Künstler mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) angefügt. Darin betont der Politiker die Bedeutung der sogenannten „Kreativ-Wirtschaft“ für das Land. 21.000 Menschen arbeiten laut Ministerium in Schleswig-Holstein als „Kreative“ und stellen einen „wichtigen Innovationsfaktor“ dar, so Reinhard Meyer.

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erstellt am 28.Dez.2015 | 11:59 Uhr

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