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Nordjob: Lokale Betriebe und Schüler im Direktkontakt

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Flensburg | 10 400 vereinbarte Termine, 3 720 angemeldete Schüler und 110 Aussteller aus der Region. Mit Rekordzahlen startete gestern die 13. Auflage der Ausbildungsmesse Nordjob. Dies zeigte sich nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Parkett der Flens-Arena. Unzählige Schüler tummelten sich dort, informierten sich an den Ständen der Betriebe über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region und holten sich wichtige Bewerbungstipps bei Auszubildenden und Studenten ab.

"Die Attraktivität der Messe ist so groß wie noch nie", so Roderich Stintzing vom Institut für Talententwicklung (IfT). Auch in diesem Jahr veranstaltet sein Unternehmen die Messe in Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Arbeitgeberverband Schleswig-Flensburg-Eckernförde und der IHK Flensburg. Besonders freut sich Stintzing über die zwölf dänischen Aussteller, die in diesem Jahr über Ausbildungsmöglichkeiten nördlich der Grenze informieren: "Sie machen deutlich, dass die Nordjob von Beginn an ein deutsch-dänisches Projekt war."

Landrat Wolfgang Buschmann stellte in diesem Zusammenhang die besondere Bedeutung der Messe heraus: "Hier werden wichtige Impulse vermittelt." Man müsse heute bei den Jugendlichen dafür werben, dass sie nach dem Ende ihrer Schullaufbahn in der Region blieben. "Mit der Nordjob können wir Flagge zeigen", so Buschmann.

Ähnliche Worte fand Laurids Rudebeck, Bürgermeister der Stadt Tondern, der zu einem Grußwort in die Flens-Arena gekommen war. "Wir müssen uns heute fragen, wie wir junge Leute inspirieren können, in der Region zu bleiben", so der Däne. Zwar sei es nicht schlimm, wenn Jugendliche ihre Heimat zur Ausbildung oder zum Studium kurzzeitig verließen, sie müssten jedoch anschließend wieder zurückkehren.

Stintzing macht diesbezüglich auch auf die wachsenden Herausforderungen für die Messe-Organisatoren aufmerksam. "Die Gymnasien fordern von uns auch ein überregionales Angebot", so der Organisator. In diesem Jahr findet sich deshalb auch die Universität Luxemburg sowie die deutsch-französische Hochschule aus Saarbrücken unter den Ausstellern. Dass die Messe sich in den kommenden Jahren stark vergrößern wird, schließt Stintzing jedoch aus: "Das Angebot muss überschaubar bleiben."

Fabian Geyer, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Schleswig-Flensburg-Eckernförde, sieht die Messe indes nicht nur als wichtigen Anlaufpunkt für Schüler, sondern auch für Unternehmen: "Sie sind gerne dabei und freuen sich auf den Messebesuch." Ein Punkt, der von den Messebesuchern gestern bestätigt wurde. "Die Leute sind sehr freundlich. Ich habe am Stand der Wirtschaftsjunioren gelernt, wie meine Bewerbung am besten aussehen soll, um gute Chancen zu haben", so Vanessa Albrecht, Schülerin an der Kurt-Tucholsky-Schule in Flensburg.

Noch bis heute um 14.45 Uhr ist die Nordjob für interessierte Schüler und Klassen geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Eintritt ist frei.

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