Unruhen in Tunesien : Norddeutsche bangen um Verwandte

Flug fällt aus: In Hamburg starteten und landeten keine Maschinen nach und aus Tunesien. Foto: Wüst
Flug fällt aus: In Hamburg starteten und landeten keine Maschinen nach und aus Tunesien. Foto: Wüst

Kein Kontakt zur Airline: Norddeutsche bangen am Hamburger Flughafen um ihre Angehörigen. Doch aus Tunesien kommen keine Flugzeuge.

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16. Januar 2011, 12:43 Uhr

Hamburg | Auch in Norddeutschland bangten den ganzen Samstag über Angehörige und Freunde um das Schicksal von Tunesien-Urlaubern. Zwei reguläre Maschinen von Tunis Air mit Touristen auch aus Schleswig-Holstein sollten am frühen Abend Heimkehrer zum Hamburger Flughafen bringen. Doch nach viel Hin und Her, Verschiebungen und Streichungen war das lange Warten am Ende vergebens.
Wegen der chaotischen Verhältnisse im Krisengebiet hatte die tunesische Airline den Flug von Monastir nach Fuhlsbüttel schon im Laufe des Nachmittags gestrichen. Der Flug aus Djerba, der ursprünglich um 18.25 Uhr in Hamburg landen sollte, wurde zunächst noch auf 19.50 Uhr verschoben. Gegen 18.15 Uhr blinkte auf den Anzeigetafeln dann auch für diese Maschine "cancelled".
Über andere Flughäfen nach Deutschland gekommen
"Wir wissen nicht, ob und wann Flüge von Tunis Air in Hamburg landen. Es gibt derzeit keinen Kontakt zu der Airline", war auch Flughafen-Sprecherin Stefanie Harder ratlos. Immerhin hatten sich die meisten Abholer gar nicht erst zum Flughafen aufgemacht. Von ihren Angehörigen oder den Reisegesellschaften erfuhren sie rechtzeitig, dass die Flüge in Tunesien nicht abgehoben hatten.
Über andere Flughäfen sollen norddeutsche Touristen aber bereits in Deutschland sein. Sie werden mit Bussen nach Hamburg gefahren. Das Auswärtige Amt geht unterdessen davon aus, dass bis zum Ende dieses Wochenendes alle deutschen Touristen, die zurück wollen, auch nach Hause geflogen werden. Die Reiseunternehmen hätten dies angekündigt.
(mlo, shz)

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