Noch freie Lehrstellen

Handwerk hat goldenen Boden: Unter anderem werden Mechaniker und Mechatroniker   gesucht.  Foto: Staudt
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Handwerk hat goldenen Boden: Unter anderem werden Mechaniker und Mechatroniker gesucht. Foto: Staudt

Die Handwerkskammer zu Lübeck ist erfreut über die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe

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30. Juli 2011, 08:33 Uhr

Lübeck | Gute Neuigkeiten zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August: Die Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe ist ungebrochen hoch. Derzeit kann die Handwerkskammer Lübeck insgesamt 3042 neue Lehrverträge melden. Das sind im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 150 Ausbildungsverträgen oder 5,19 Prozent.

Für alle Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, stehen die Chancen immer noch gut. Derzeit sind im Handwerk noch über 300 Lehrstellen unbesetzt. "Eine Lehre im Handwerk ist derzeit in", freute sich Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, über die positive Entwicklung der Ausbildungszahlen. Als Grund nannte er neben dem Fachkräftemangel die Tatsache, dass die Betriebe ihre Lehrstellen frühzeitig besetzt hätten. Aber auch die erfolgreiche Imagekampagne des deutschen Handwerks trage zum guten Ergebnis bei: "Das Team Handwerk hat deutschlandweit fünf Millionen Profis. Und alle kommen aus der eigenen Jugend. Da wollen die jungen Leute dabei sein", sagte Kruse. Bei aller Freude wies er darauf hin, dass die aktuellen Zahlen natürlich nur eine Momentaufnahme, wenngleich eine erfreuliche, seien. Angesichts des Zwischenergebnisses sei er allerdings optimistisch, die Lehrlingszahlen zum Jahresende auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten zu können.

Erfahrungsgemäß verändern sich die Ausbildungszahlen bis zum Jahresende, wenn doch nach dem Beginn des Ausbildungsjahres Anfang August noch Lehrverträge abgeschlossen, aber auch wieder gekündigt werden. Derzeit können fast alle Kreise oder kreisfreien Städte im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck ein Plus an eingetragenen Lehrverträgen verzeichnen. Lediglich Lübeck meldet einen leichten Rückgang.

Allen Jugendlichen, die bei der Sache nach einem Ausbildungsplatz bislang zu kurz gekommen sind, rät Kruse sich jetzt aktiv beim Handwerk zu bewerben. "Im Handwerk zählt der persönliche Kontakt. Mein Rat an die Jugendlichen: Gehen Sie zum Handwerksmeister in die Betriebe und stellen Sie sich direkt dort vor." Die Erfahrung der Vergangenheit zeige, dass viele Handwerksbetriebe noch weitere Lehrlinge einstellen würden.

"Viele Jugendliche konzentrieren sich immer noch zu lange auf nur einen Wunschberuf und übersehen die hervorragenden Ausbildungs- und Karrierechance, die sich im Handwerk bieten", sagte Kruse. In diesem Zusammenhang dankte er allen Betrieben, die auch in diesem Jahr wieder einen oder mehrere Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Auch auf der Internetseite www.hwk-luebeck.de, Stichwort: Lehrstellenbörse, finden sich derzeit über 300 freie Stellen. Für viele Jugendliche ist der Start in eine berufliche Zukunft nur noch einen Mausklick entfernt.

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