190 Mitarbeiter betroffen : Nobiskrug-Werft will langfristig 100 Stellen streichen

Noch arbeiten knapp 600 Mitarbeiter bei Nobiskrug in Rendsburg. In naher Zukunft werden es bis zu 190 Beschäftigte weniger sein.
Noch arbeiten knapp 600 Mitarbeiter bei Nobiskrug in Rendsburg. In naher Zukunft werden es mindestens 100 Beschäftigte weniger sein.

Von den betroffenden Mitarbeitern sollen 60 die Chance bekommen, bei German Naval Yards in Kiel zu arbeiten.

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22. Juni 2018, 15:40 Uhr

Rendsburg | Bei der Rendsburger Nobiskrug-Werft sollen wegen Umstrukturierungen langfristig gut 100 Jobs wegfallen. Insgesamt seien von den Plänen bis zu 190 Mitarbeiter betroffen, wie ein Werftsprecher am Freitag nach einer Betriebsversammlung in Rendsburg sagte. Von ihnen sollen 60 die Chance erhalten, künftig bei der Schwesterwerft German Naval Yards Kiel zu arbeiten. Dort will die Gruppe ihre Stahlrumpf-Produktion konzentrieren.

Altersteilzeitmodelle oder die Überführung in eine Transfergesellschaft werde das Unternehmen rund 80 Mitarbeitern anbieten, sagte Nobiskrug-Geschäftsführer Bertram Liebler.

Langfristig werde sich die Werft aber von rund 30 weiteren Beschäftigten trennen müssen. Hinzu kommt laut Liebler „die heute schon feststehende Fluktuation“. Die Werft will Gespräche mit Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall führen.

Die Traditionswerft hat seit der Gründung 1905 nach eigenen Angaben weit über 750 Schiffe gebaut. Zum Kerngeschäft zählen heute Entwicklung und Bau großer, individuell angefertigter Superjachten ab 60 Metern Länge. Zur Werftengruppe German Naval Yards mit derzeit insgesamt 950 Mitarbeitern gehört auch die Kieler Werft Lindenau.

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