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Nabu : Nichts los am Futterhaus – wo sind Amseln, Meisen und Co?

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Vögel machen sich in diesem Winter rar. Naturschützer nennen dafür drei mögliche Gründe.

Neumünster | Beim Nabu Schleswig-Holstein laufen die Telefone heiß: Besorgte Bürger melden, dass typische Gartenvogelarten „verschwunden“ seien. Vor allem Meisen, Finken und Amseln werden vermisst.

„In der Tat sind derzeit relativ wenige Vögel zu sehen“, sagt Nabu-Landesgeschäftsführer und Vogelexperte Ingo Ludwichowski. Noch rätseln die Naturschützer über die Ursachen.

Möglicherweise sei die witterungsbedingt schlechte Brutsaison 2016 Schuld an der Vogelarmut. „Solange Eis und Schnee ausbleiben, finden viele Vogelarten ausreichend Nahrung und sind nicht gezwungen, Futterhäuschen in Gärten aufzusuchen“, sagte Ludwichowski. Außerdem fehlten noch die Wintergäste - etwa die nordischen Kohlmeisen (Foto), Gimpel, Zeisige, Buch- und Bergfinken. Zudem gibt es ein grundsätzliches Problem: „In Europa leben heute rund 450 Millionen Vögel weniger als noch vor drei Jahrzehnten, und die Roten Listen werden immer länger“, so der Nabu-Experte. 

Einen Zusammenhang mit der Vogelgrippe gibt es nach Nabu-Einschätzung nicht. „Singvogelarten werden generell nicht von der aktuellen Form der Vogelgrippe befallen“, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

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erstellt am 14.Dez.2016 | 14:36 Uhr

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