Nexus: Kultur für Kinder und Jugendliche

Passt ins Nexus-Konzept: Tarper Schüler nahmen Unterricht bei Mitgliedern der Flensburger Theaterwerkstatt Pilkentafel und führten das Gelernte auf. Foto: Mai
Passt ins Nexus-Konzept: Tarper Schüler nahmen Unterricht bei Mitgliedern der Flensburger Theaterwerkstatt Pilkentafel und führten das Gelernte auf. Foto: Mai

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12. September 2012, 03:59 Uhr

Flensburg/Odense | "Deutsch-dänische Kunst- und Kulturprojekte gibts wie Sand an der Ostsee", meint augenzwinkernd Tanja Brümmer von der Uni Flensburg. Seltener dagegen ist die Frage nach den Effekten dieser Projekte: Gibt es touristische Effekte, wie wirken sie sich auf einen grenzüberschreitenden Dialog aus, erzeugen bestimmte qualitative Faktoren besonderen Erfolg, haben bestimmte Projekte eine nachhaltige Wirkung besonders auf Kinder und Jugendliche? Wie müssen "hochwertige" (Kinder- und Jugend-) Kunstprojekte beschaffen sein?

Mit eben diesen und anderen Fragen wird sich die Universität Flensburg federführend in Zusammenarbeit mit der süddänischen Universität (SDU - Campus Odense), beschäftigen. Damit kooperieren die beiden Universitäten zum ersten Mal auf dem Gebiet der kulturellen Bildung. "Nexus" heißt das Projekt, das soziale Integration durch gemeinsame Kulturarbeit stärken will. Beteiligt sind das Institut für ästhetisch-kulturelle Bildung der Uni Flensburg unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Blohm und das Institut für Kulturstudien der Uni Odense/SDU mit Prof. Dr. Søren Harnow Klausen. "Nexus" lädt insgesamt 1200 Einrichtungen in der deutsch-dänischen Grenzregion ein, einem Netzwerk beizutreten mit dem Ziel, das Zusammenwachsen der Region zu beleben. Um das zu erreichen, sollen die kulturellen Bildungsangebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche, in der Region weiter entwickelt und miteinander vernetzt werden. Dadurch sollen bestehende Kapazitäten besser genutzt, kunst- und kulturpädagogische Kinder- und Jugendprojekte praxisbezogen verbessert und pädagogische Qualitätskriterien für transkulturelle Bildungsprojekte erarbeitet werden. Konkret wollen verschiedenste Bildungsträger zusammenarbeiten: das University College Syd, Hadersleben, mit der dortigen Kunstlehrerausbildung und dem Institut für Minderheitenpädagogik, das UCS Apenrade, mit den Universitäten Syddansk Universitet (Institut for kulturstudier) in Odense und Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung der Universität Flensburg.

Ein Ziel ist es, die Bildungsstätten in der Region zu einer verstärkten Kooperation zu bewegen und sowohl eine dänische als auch deutsche Klientel anzusprechen: Kindergärten, Schulen, Kinder- und Jugendprojekte sowie Volkshochschulen. Dieses Vorhaben lenkt die Aufmerksamkeit darauf, wie bedeutsam kulturelle Bildung für die Regionalentwicklung ist. "Nexus" wird seit Juni bis Ende Mai 2015 mit Interreg-Mitteln gefördert.

Anfang November wird ein erstes öffentliches Symposium an der Universität Flensburg stattfinden. Weitere Netzwerkpartner sind willkommen; zur festen Netzwerkpartnerschaft gehören zwölf Institutionen von Schloss Glücksburg über Schloss Gottorf und die Jugendbildungsstätte Scheersberg.

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