„Aktenzeichen XY“ : Neue Hinweise auf Uhrenraub in SH, aber keine Spur zum Alster-Mord

Polizisten stehen am Tag nach der Tat am 16. Oktober 2016 unter der Kennedybrücke in Hamburg.

Polizisten stehen am Tag nach der Tat am 16. Oktober 2016 unter der Kennedybrücke in Hamburg.

Der Tod eines 16-Jährigen unter der Kennedybrücke in Hamburg bleibt ungeklärt. In einem anderen Fall gibt es Hoffnung.

shz.de von
05. Juli 2018, 12:59 Uhr

Lübeck/Hamburg | Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ hat die Polizei zum Mord an der Alster kaum Hinweise bekommen. „Da war keine heiße Spur dabei“, sagte Polizeisprecher Kay Metzke am Donnerstag. Bald zwei Jahre nach der Ermordung eines Jugendlichen an der Alster hatte die Hamburger Polizei die Fernsehzuschauer am Mittwochabend um Mithilfe gebeten.

Am Abend des 16. Oktober 2016 hatte sich der 16-Jährige mit einer Freundin unter die Kennedybrücke gesetzt. Plötzlich trat den Ermittlungen zufolge von hinten ein Unbekannter heran und stach mehrmals auf den Schüler ein. Dann schubste er das 15 Jahre alte Mädchen ins Wasser und floh. Der Jugendliche starb.

15 Hinweise zu Raubüberfall auf Juweliergeschäft in Timmendorfer Strand

Im Fall des seit einem Jahr ungeklärten Raubüberfalls auf ein Juweliergeschäft in Timmendorfer Strand hat die TV-Fahndung hingegen zu einigen neuen Hinweisen geführt. Nach der ZDF-Sendung seien noch in der Nacht 15 Hinweise bei der Kriminalpolizei Bad Schwartau eingegangen, darunter auch einige vollkommen neue, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Der Vorschlaghammer-Räuber lacht bei der Tat, sein Komplize steht Schmiere.
Foto: Polizei
Der Vorschlaghammer-Räuber lacht bei der Tat, sein Komplize steht Schmiere.

Die Hinweise bezogen sich nach Angaben des Sprechers unter anderem auf die von den Tätern benutzten Handschuhe und auf den Namen in einem gefälschten Ausweis, den ein Unbekannter beim Kauf des als Fluchtfahrzeug gedachten Motorrollers vorgelegt hatte. Zwei Anrufer wollen einen der Tatverdächtigen am Wochenende in Berlin beziehungsweise in Wismar gesehen haben.

Bei dem Überfall am 27. Juli 2017 hatten zwei Männer hochwertige Uhren im Wert von mehreren hunderttausend Euro erbeutet. Einer der Täter hatte mit einem Vorschlaghammer die Scheibe einer Vitrine zertrümmert, während der andere Mann die Angestellten mit einer Pistole bedrohte. Weil der für die Flucht bereitgestellte Motorroller nicht ansprang, flüchteten die Männer zu Fuß. Der Roller war Tage zuvor in einem Autohaus in Eutin gekauft worden.

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