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Schleswig-Holstein

23. Oktober 2017 | 18:20 Uhr

Neu: Düker unter der Trave

vom

Die Hansestadt hat aus den Wasserrohrbrüchen der vergangenen Jahre Konsequenzen gezogen

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Lübeck | Am 21. November 2010 saß Lübeck für einige Stunden auf dem Trockenen (wir berichteten). Unter der Trave war eine 40 Jahre alte Wasserleitung gebrochen. Das soll der Hansestadt in Zukunft erspart bleiben. Gestern wurde das letzte Teilstück des neuen Dükers fertig gestellt.

Die Verbindung der Wasserwerke nördlich der Trave mit der Stadt war vor gut 40 Jahren in damals modernster Technik hergestellt worden. Drei Leitungen aus Kunststoff wurden dafür unter der Trave verlegt. Sie sollten 80 Jahre halten. Aber schon nach 40 Jahren war das erste Rohr nicht mehr funktionstauglich. Die neue Leitung führt vom Naturschutzgebiet Schellbruch unter der Trave hindurch zum Gelände der Bundespolizei auf der Teerhofsinsel. Von dort geht es nochmals unter einem Seitenarm der Trave hindurch in Richtung Dänischburg. Die Kosten für die Maßnahme liegen bei rund 750 000 Euro.

Ein Problem bei dem großen Rohrbruch im Jahr 2010 war, dass der Defekt nicht rechtzeitig bemerkt wurde. Rohrbrüche sind gewöhnlich durch Wasseraustritt auf den Straßen zu erkennen, unter der Trave aber war ein Leck nicht aufgefallen. In Zukunft werden deshalb Sensoren sofort melden, wenn es zu einem Druckabfall kommt.

Seite Montag wird die mehr als 100 Jahre alte Treidelwegbrücke über die Trave saniert. Die Brücke stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Altstadt und Moisling dar. Das Bauwerk gehörte bis 2008 dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck, bevor sie ins Eigentum der Hansestadt Lübeck überging. Ebeno wurden mit der Übernahme des Bauwerks Gelder für eine anstehende Instandsetzung mit übertragen. Die Bauarbeiten werden rund fünf Monate dauern. Die Treidelwegbrücke ist für Fußgänger und Radfahrer voll gesperrt. Wie berichtet, wurden in den vergangenen Wochen die Leitungen umgelegt, die am Brückenbauwerk befestigt waren. Hierbei handelte es sich um mehrere Stromkabel der Stadtwerke Lübeck und ein Kommunikationskabel des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg. Die Instandsetzungsarbeiten umfassen die Erneuerung des Korrosionsschutzes der Fachwerkträger und den Bau eines neuen Geh- und Radwegbelages. Im Anschluss werden die Widerlager und die Rampenbereiche erneuert sowie die massiven Pfeiler saniert.

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