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SPD in Schleswig-Holstein : Nächste Landtagswahl: Stegner hofft auf Wettbewerb um Spitzenkandidatur

vom

Wer soll für die Sozialdemokraten 2022 um Stimmen kämpfen? Bislang hat noch kein Genosse offiziell seine Ambitionen bekundet.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 08:52 Uhr

Kiel | Bei der Spitzenkandidatur für die nächste Landtagswahl in Schleswig-Holstein setzt SPD-Landeschef Ralf Stegner auf einen Wettbewerb unter den Sozialdemokraten. „Wenn es mehr ernstzunehmende Bewerber gibt, ist das für die SPD natürlich großartig“, sagte Stegner der Deutschen Presse-Agentur. Ein Mitgliederentscheid würde dann 2021 stattfinden, ein Jahr vor der geplanten Landtagswahl.

Bislang hat allerdings noch kein Genosse im Norden offiziell seine Ambitionen bekundet. „Das müssen die auch nicht im Jahr 2017 tun und auch nicht in 2018“, sagte Stegner. Dafür sei 2019 noch genügend Zeit. Kandidaten brächten sich am besten mit eigenen Ideen, mit Engagement und einem Profil ins Spiel. „Wir haben profilierte Leute, die was können, und die sollen sich dann auch zeigen.“ Stegner selbst hatte bereits mehrfach angekündigt, nicht mehr als Spitzenkandidat zur Verfügung zu stehen und dass eine Frau wünschenswert wäre. Auf Nachfrage zu Fraktionsvize Serpil Midyatli sagte er lediglich, sie sei „zweifellos eine herausragende Landespolitikerin“.

 

Bei der Bundestagswahl am 24. September hatte die SPD ein Debakel erlebt und mit 23,3 Prozent ihr schlechtestes Landesergebnis bei Bundestagswahlen seit 1949 eingefahren (bisher: 26,5 im Jahre 1953). „Viele Menschen schreiben die SPD derzeit ab. Und die vergangenen Wahlen waren auch nicht gut“, sagte Stegner. „Aber in der SPD steckt deutlich mehr.“ Die Partei müsse daraus nun Konsequenzen ziehen und sich mit den Strukturen und dem Programm auseinandersetzen. Dabei müsse die Partei stärker als bislang auch die Mitglieder beispielsweise online einbinden. (Alle Ergebnisse von der Bundes- bis zur Wahllokalebene können Sie hier nachlesen)

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